Die Anfänge des Jazz begannen um 1900 in den Südstaaten der USA. Ein besonderes Zentrum für diese Musikrichtung war jedoch die Stadt New Orleans, in welcher der erste voll ausgebildete Jazzstil aufblühte. Von Militärkapellen inspiriert, entstand somit der typische New-Orleans-Stil, welcher mit meistens drei Melodieinstrumenten und einer Rhythmusgruppe besetzt war.
Die Trompete ist eine der wichtigsten Klangkörper und spielt die Hauptmelodie des jeweiligen Musikstückes. Damit der Sound nicht zu leblos erscheint, umspielt eine Klarinette die Melodie höher und gegebenenfalls tiefer. Um eine ruhige, tiefer gelegene Gegenstimme bilden zu können, kommt zusätzlich noch eine Posaune zum Einsatz. Typisch für eine Rhythmusgruppe sind Schlagzeug und Bass, Klavier und Banjo oder Gitarre und Tuba.
Eines der wichtigsten Merkmale des klassischen Jazz ist, dass das Improvisieren von großer Bedeutung ist. Dabei ist es möglich, alle Melodieinstrumente gleichzeitig improvisieren zu lassen, was typisch war. Später aber wurde das Solo-Improvisieren - nur jeweils ein Melodieinstrument improvisiert - bevorzugt. Jeder Jazz-Musiker hatte, nach vorheriger Absprache, jedoch die Möglichkeit, mit seinem Instrument zu einem bestimmten Zeitpunkt das Improvisieren durchzuführen.
Wichtig und auch typisch für den gesamten Jazz ist, dass die weißen Musiker den Stil der Dunkelhäutigen übernahmen und nur dem Geschmack der weißen Bevölkerung anpassten. Daraus entstand um ca. 1910 der Dixieland.
Im Laufe der folgenden 70 Jahre entwickelte sich eine Vielzahl weiterer Stilrichtungen. Diese nennen sich: Chicago-Jazz, Swing Jazz, Bebob, Cool Jazz, West Coast Jazz, East Coast Jazz, Free Jazz und Rock Jazz.
Der heutige Jazz wird stark durch andere Musikstile geprägt und weist keine einheitliche Struktur auf.