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Rap - Rhythm and Poetry

Juli 22nd, 2009

Der Rap, Sprechgesang und als solcher wichtiger Teil der “HipHop-Kultur” entwickelte sich am Ende der 60er Jahre in afroamerikanischen Großstadtghettos. Dabei wurde zunehmend zum Rhythmus der von den Discjockeys aufgelegten Beats gereimt. Die Texte wurden schnell gehalt- und anspruchsvoller. Das führte bald dazu das sehr gut Ansichten und Gefühle durch den Rap vermittelt werden konnten, z. B. mit politischen, kulturellen aber auch selbstdarstellerischen Inhalten.

Zu den ersten kommerziell erfolgreichen Rappern in den USA zählten unter anderem “Grandmaster Flash”, “The Sugerhill Gang”, “Run DMC” oder “LL Cool J”.

In Deutschland war der Rap bzw. HipHop erst in den 80er Jahren in der so genannten “Untergrundbewegung” ein Thema. “Cora E” und “Advanced Chemistry” waren hier die Vorreiter. Er etablierte sich dann aber zu Beginn der 90er Jahre auch bei uns in den Charts. Pionierarbeit leisteten dabei die “Fantastischen Vier” und das musikalisch und inhaltlich weit härtere “Rödelheim Hartreim Projekt”.

Danach entwickelte sich schnell eine sehr abwechslungsreiche Szene, und Namen wie “Samy Deluxe”, “Fettes Brot”, “Absolute Beginner” oder “Freundeskreis” und viele mehr waren aus den deutschen Top Ten nicht mehr weg zu denken.
Haben sich anfangs noch lockere und inhaltlich anspruchsvolle Texte gut verkauft, läßt sich inzwischen der aggressive “Ghetto Style” weit besser vermarkten. Das führt dazu das von den großen Plattenfirmen gezielt in der Straßenkriminalität nach medienwirksamen Gesichtern gesucht wird.

Beste Beispiele dazu wären “Sido” oder “Bushido”.

Da die Szene seit ca. 2001 weitgehend stagniert, findet der Rap jetzt wieder vorwiegend im Untergrund statt, spielt aber auf HipHop-Jams weiter eine wichtige Rolle.

Der Jazz

Juli 22nd, 2009

Die Anfänge des Jazz begannen um 1900 in den Südstaaten der USA. Ein besonderes Zentrum für diese Musikrichtung war jedoch die Stadt New Orleans, in welcher der erste voll ausgebildete Jazzstil aufblühte. Von Militärkapellen inspiriert, entstand somit der typische New-Orleans-Stil, welcher mit meistens drei Melodieinstrumenten und einer Rhythmusgruppe besetzt war.

Die Trompete ist eine der wichtigsten Klangkörper und spielt die Hauptmelodie des jeweiligen Musikstückes. Damit der Sound nicht zu leblos erscheint, umspielt eine Klarinette die Melodie höher und gegebenenfalls tiefer. Um eine ruhige, tiefer gelegene Gegenstimme bilden zu können, kommt zusätzlich noch eine Posaune zum Einsatz. Typisch für eine Rhythmusgruppe sind Schlagzeug und Bass, Klavier und Banjo oder Gitarre und Tuba.

Eines der wichtigsten Merkmale des klassischen Jazz ist, dass das Improvisieren von großer Bedeutung ist. Dabei ist es möglich, alle Melodieinstrumente gleichzeitig improvisieren zu lassen, was typisch war. Später aber wurde das Solo-Improvisieren - nur jeweils ein Melodieinstrument improvisiert - bevorzugt. Jeder Jazz-Musiker hatte, nach vorheriger Absprache, jedoch die Möglichkeit, mit seinem Instrument zu einem bestimmten Zeitpunkt das Improvisieren durchzuführen.

Wichtig und auch typisch für den gesamten Jazz ist, dass die weißen Musiker den Stil der Dunkelhäutigen übernahmen und nur dem Geschmack der weißen Bevölkerung anpassten. Daraus entstand um ca. 1910 der Dixieland.

Im Laufe der folgenden 70 Jahre entwickelte sich eine Vielzahl weiterer Stilrichtungen. Diese nennen sich: Chicago-Jazz, Swing Jazz, Bebob, Cool Jazz, West Coast Jazz, East Coast Jazz, Free Jazz und Rock Jazz.

Der heutige Jazz wird stark durch andere Musikstile geprägt und weist keine einheitliche Struktur auf.

Soulkünstler

Juli 22nd, 2009

Soulkünstler sind Musiker die einer ganz bestimmten Musikrichtung nachgehen und den sogenannten “Soul” in der Stimme haben. Soul ist eine Mischung aus Rhythm and Blues und Gospel, und ist ein Synonym für schwarze Popmusik.

Soulkünstler haben eine ausdrucksstarke, kräftige Stimme und wissen ganz genau wie sie diese einzusetzen haben. Lauscht man dem Gesang eines Soulkünstlers, so spürt man regelrecht, das er seinen Song lebt, liebt und fühlt.
Jede menge Herz und Gefühl machen einen guten Soulkünstler aus.

Ella Fitzgerald war eine Künstlerin die den Soul bekannt und beliebt machte. Doch nicht nur sie allein trug zur Popularität dieses Musikstils bei, sondern auch Musiker wie Curtis Mayfield, Pointer Sisters und James Brown.

Besonders James Brown war ein sehr berühmter Soulkünstler, welcher sogar “Godfather Of Soul” genannt wurde. Mit seinen Songs füllte er weltweit die größten Konzerthallen und brachte den Soul der Menschheit näher.

Ursprünglich war der Soul die Musik der Schwarzen bzw. der Sklaven. Heutzutage hört man diese Musik in jedem Land, egal on man zur Ober- oder Unterklasse der Menschheit gehört.

Musik kennt keine Grenzen zwischen den Menschen, sondern verbindet die Menschheit und bringt die unterschiedlichsten Menschen zusammen. Insbesondere die Musik von Soulkünstlern verbindet und vereint, da es Musik ist die man fühlt und liebt.

RnB Künstler

Juli 22nd, 2009

Es gibt viele RNB Künstler zu denen die neuere Generation wie z.B. Christina Aguilera, Alicia Keys, Rhianna oder auch Beonce und viele andere gehören.

Zu dem gibt es auch Altstars, schon lange vor Aguilera und den anderen heutigen Stars weltbekannt waren. An den vereinzelten Künstlern kann man sehen wie sich die RNB Musik im Laufe der Jahre verändert hat.

Damals war RNB noch eine andere Art wie heute was man an den Werken von den Altstars wie z.B.
Chuck Berry, Ray Charles oder auch Jerry Wexler, um nur einzelne zu nennen. Ab den 90er Jahren dann kamen teilweise Andere Seiten in den RNB. Z.B. durch Janet- oder Michael Jackson oder auch Lionel Richie. Sie brachten einen neuen Flair in den RNB und schufen mehr Fans für diese Musikrichtung.

Durch Christina Aguliera, Alicia Keys, Rhianna u.a. wurde der RNB zu einer sehr beliebten Musikrichtung, die vor allem bei Jugendlichen sehr gut ankam.

Aber auch heute noch ist der RNB eine Musikrichtung für Jung und Alt und jeder wird auf Festen, wo diese Musik gespielt zum Tanzen motiviert.

Bis heute ist der RNB eine Tolle Musikrichtung für alle die den Geschmack zur Soulmusik usw. nicht verloren haben oder ihn grade gefunden haben.

Beatboxing

Juli 18th, 2009

Beatboxing nennt man das Erzeugen von Schlagzeug- und Perkussions-Geräuschen mit dem Mundraum.

Beatboxing ist die Kunst Töne, Rhythmen und Lieder mit seinem Mund zu imitieren. Beatboxing ist in den 1980er Jahren entstanden, als es für Musiker noch nicht so leicht war Musik zu produzieren. Rapper hatten keine Möglichkeit, sich selbst Beats zu basteln, also fingen die Leute irgendwann an Takte mit dem Mund zu machen. Der immer größer werdende Trend schwappte dann von Amerika schließlich auch nach Europa rüber. Seit 2002 erlebt die Beatboxkultur in Deutschland einen Hype. Beim Beatboxing liegt der Fokus auf den klanglichen Möglichkeiten der Konsonanten, während klassische Gesangsstile und Vokaltechniken sich vor allem mit den Vokalen befassen.

Zusätzlich zu den eigentlichen Beats werden auch Klangfarben (wie Snaretuning, Cymbals, Cowbells, Kongas) sowie Scratches, Cuts, Melodien, Basslinien und Vocals mit dem Mund imitiert. Durch das kontrollierte Bewegen von Zunge, Wangen-, Kiefer- und Halsmuskulatur und eine ausgefeilte Atemkontrolle werden auch mehrere Instrumente synchron simuliert, bzw. können komplexe Musikstücke durch einen einzigen Interpreten produziert werden.

Geht es um eine möglichst wirklichkeitsnahe Imitation von Schlagzeug-Sounds, spricht man eher von Vocal Percussion. Vor allem im Hip-Hop nahm diese Technik eine andere Richtung ein, in der auch natürliche Mundgeräusche und synthetische Klänge eine Rolle spielen.

Human Beatbox wird auch als die „fünfte Säule“ oder das „fünfte Element“ der Hip-Hop-Kultur bezeichnet und ist damit eines ihrer Wesensmerkmale. Umgekehrt gilt das nur eingeschränkt, da sich das Erzeugen von Beats mit dem Mund generell an das Arbeiten mit dem Turntable und den Drumcomputer anlehnt und nicht ausschließlich mit Hip Hop in Verbindung gebracht werden kann. Das gesamte Spektrum der Mundmusiker reicht von Hip Hop über Club, Ragga, Drum ’n’ Bass bis hin zu Jazz oder World-Music. Die Künstler ersetzen in Bands den Drummer oder Bassisten oder erzählen teilweise Geschichten mit Geräuschuntermalung.

Diese A-cappella-Kunst entstand etwa zu Beginn der 1980er Jahre, als die junge Hip-Hop-Generation begann, zu Funk und Beats zu rappen. In Ermangelung eines Radiorekorders oder Live-Bands entwickelten sich neben Hip-Hop-DJs auch die Beatboxer. In der aktuellen A-cappella-Szene kommt kaum noch eine Formation ohne „gesungene“ Perkussion aus. Seit 2002 veranstaltet der Berliner Bee Low die offiziellen Beatbox Battle - Veranstaltungen in Europa. Die letzte deutsche Beatbox-Meisterschaft fand am 2. Juni 2007 in Berlin statt.

Graffiti

Juli 18th, 2009

Graffiti, Einzahl Graffito, steht als Sammelbegriff für von privater Hand angebrachte Bilder oder Schriftzüge auf Oberflächen des öffentlichen Raums. Graffiti erscheinen in einer Vielzahl von Ausprägungsformen.

Während Graffiti teilweise als Kunstform anerkannt ist, werden Graffiti in der öffentlichen Wahrnehmung oft als Vandalismus betrachtet. Illegal angebrachte Graffiti können als schadenersatzpflichtige Sachbeschädigung geahndet werden.

Graffiti ist der Plural des italienischen Worts graffito. Es leitet sich etymologisch aus dem Alt-Griechischen von γράφειν (graphein) ab, was schreiben bedeutet.

Im Italienischen bedeutete graffito ursprünglich Schraffierung und meint (neben der heute auch modernen Bedeutung) eine in Stein geritzte Inschrift oder ornamentale bzw. figurale Dekoration (siehe auch die Stucktechniken des Sgraffito).

Der Singular ist im Deutschen wenig gebräuchlich und es wird auch von einem Graffiti (und nicht von einem Graffito) gesprochen. In der Folge wird in der Umgangssprache auch der analog gebildete Plural Graffitis häufiger verwendet.

Es gibt viele verschiedene Arten von Graffiti, deren Abgrenzung oft nicht eindeutig möglich ist. Zum Beispiel können auch Klograffiti politische Inhalte haben oder ein Writer malt einen Schriftzug mit dem Namen seines Lieblingsfußballvereins.

Besonders die Unterscheidung zwischen Writing und Streetart ist heutzutage schwierig, da sich die Techniken oft überschneiden.

Style-Writing/Graffiti-Writing oder kurz Writing, ist die mittlerweile am weitesten verbreitete Form von Graffiti und wird deswegen von der Allgemeinheit auch am stärksten wahrgenommen. Durch diesen Umstand findet meist keine Differenzierung zu anderen Formen von nichtwritingbezogenem Graffiti in der breiten Bevölkerung statt. Beim Writing bildet die Schrift (Buchstaben und Zahlen) das Basiselement der Bildkomposition und die Akteure (Writer) stellen an sich selbst einen künstlerischen Anspruch. Die möglichst häufige Verbreitung des Namens bzw. vielmehr des Pseudonyms eines Graffiti-Writers in Kombination mit dessen möglichst einzigartiger, innovativer und vor Allem ästhetischer Gestaltung bilden die zentralen Ziele, um ein Höchstmaß an Ruhm (Fame) zu erlangen. Die Ästhetik steht aber deutlich im Vordergrund. Ein Writer, der keinen guten Style hat, erhält keine Anerkennung von anderen Szenemitgliedern, egal wie viel er malt.

In der Hip-Hop-Kultur bildet Writing (neben MCing, DJing und B-Boying) eines der vier wesentlichen Elemente. Der Gedanke eines gewaltfreien Wettstreits und das Austragen von Konflikten auf künstlerischer Ebene (Battle) ist ein wesentliches Charakteristikum der friedlichen Writing-Kultur – ebenso wie bei den anderen Elementen des Hip-Hop – und manifestiert sich heutzutage z. B. im weltweit größten Writing-Wettbewerb Write4Gold, bei dem Writer auf zunächst nationaler und in weiteren Runden auch internationaler Ebene gegeneinander antreten, um die Besten ihrer Zunft zu wählen. Writing steht somit im Gegensatz zu der gewalttätigen Gangkultur und darf nicht mit dieser verwechselt werden. Es gibt allerdings auch Writer und Crews, die exklusive Hoheitsansprüche auf ein bestimmtes Gebiet oder auch z. B. eine Zugabstellanlage (Yard) stellen und „Eindringlinge“ rigoros übermalen oder teilweise sogar gewaltsam gegen diese vorgehen.

Scratching ist eine Reaktion der Writerszene auf verstärkte Reinigungsmaßnahmen. Es werden meist Tags dargestellt, die mittels (Schleif)Steinen, Sandpapier oder Messern vorwiegend in Glas- oder Plastikoberflächen gekratzt werden. Dies soll bezwecken, dass der Schriftzug länger erhalten bleibt. Diese Form von Graffiti-Writing kommt der ursprünglichen Form von Graffiti – dem Kratzen – am nächsten.

Eine extrem gesundheitsgefährliche Art von Graffiti ist das Etching. Auch diese Form ist eine Weiterentwicklung aus der Writerszene um verstärkten Reinigungsbemühungen entgegenzuwirken. Hierbei wird meistens Glas mit Flusssäure angeätzt.

Ganggraffiti sind in den USA bereits seit den 1930er-Jahren bekannt. Die Stadt Los Angeles bildet hier eine Hochburg. Im Gegensatz zum Stylewriting dient beim Ganggraffiti das Anbringen von Tags ausschließlich als gezielte Markierung des Reviers (Turf) einer Gang. Die Schriftzüge fungieren hier als Warnung für andere Gangs, die auf diese Weise abgesteckten Grenzen nicht zu überschreiten. Das Übermalen von Schriftzügen verfeindeter Gangs oder das Sprühen in einem fremden Revier gilt als Provokation, und wird teilweise bewusst eingesetzt um einen Bandenkrieg auszulösen.

Beim Ganggraffiti wird im Gegensatz zum Style-Writing nur teilweise Wert auf eine gewisse Ästhetik gelegt. Die Buchstabengestaltung ist hier stark von Frakturschriften beeinflusst. Die Buchstaben werden nicht, wie oft beim Writing üblich, schreibschriftartig miteinander verbunden.

Pixação ist eine spezielle Form von Ganggraffiti, das seinen Ursprung in São Paulo Ende der 1970er-Jahre hat. Die Akteure (Pixadores) stammen meistens aus den Favelas der Stadt und haben daher außer ihrem Leben nicht mehr viel zu verlieren – daher bringen sie ihre Werke oft in teilweise extremer Höhe an. Charakteristisch für diese Art von Graffiti ist, dass fast ausschließlich einfarbige Tags mit Sprühdosen oder Malerrollen angefertigt werden. Die Grundformen der Buchstaben der Pixação sind überwiegend Frakturschriften, Runen und der Typografie der Logos von Heavy-Metal-Bands entlehnt und daher meist recht hoch und schmal. Die einzelnen Zeichen der oft mannshohen Schriftzüge, die auch figürliche Darstellungen enthalten können, haben meist eine einheitliche Höhe und sind klar voneinander abgegrenzt.

Auch Fußballfans, die meist der Ultrà-Bewegung entstammen, kennzeichnen Orte, die sie besuchen, mit Graffiti. Diese sind künstlerisch eher anspruchslos und dienen der reinen Markierung. Es gibt einige Parallelen zum Ganggraffiti, da auch Fußballfans verschiedener Mannschaften oft verfeindet sind und sich daher oft gegenseitig übermalen.

In den jeweiligen Heimatorten der Gruppen werden auch teilweise aufwändige Wandmalereien angefertigt. Heutzutage entnehmen die Ultras auch Elemente aus der Writing-Kultur und dem Streetart-Bereich.

Unter dem Begriff Streetart (engl. für Straßenkunst) werden nichtwritingbezogenes künstlerisches Graffiti, Stencils, die Stickerkunst, Plakatierung und auch Installationen im öffentlichen Raum zusammengefasst. Auch viele Akteure der Adbusting-Szene sind Streetartists. Bei der Streetart spielen bildliche Motive meist eine größere Rolle als die Schrift.

Unter einem Stencil oder Pochoir versteht man eine Schablone, die vorher angefertigt werden muss und durch die anschließend die Farbe gesprüht wird. Häufig werden entsprechend der ursprünglichen Verwendung Politiker, politische Symbole, ideologisch dargestellte Personen, oder gesellschaftskritische Motive gesprüht.

Weit verbreitet und schon seit langem praktiziert sind Graffiti auf Plakaten, insbesondere solchen, auf denen Personen abgebildet sind. Die häufigste Form der Plakatgraffiti besteht darin, die auf diesen Personen abgebildeten Personen mit Bärten oder Hörnern zu „verzieren“. Graffiti auf Plakaten sind insbesondere zu Wahlkampfzeiten häufig zu beobachten. Diese Form von Graffiti ist eher in der Kategorie Klograffiti anzusiedeln.

Eine spezielle Form von Plakatgraffiti ist das sogenannte Adbusting, dessen Akteure meist aus dem Streetart-Bereich stammen und das als Konsum- und Gesellschaftskritik verstanden werden soll.

Politische Graffiti sind meist eher künstlerisch anspruchslos und dienen lediglich der anonymen Darstellung diverser meist gegen die Obrigkeit gerichteter Ansichten. Themen sind u. a. Ideologie, Religion, Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung von Minderheiten wie etwa Homosexuellen. Außerdem sind sie Ausdruck der Wut gegen z. B. Polizei und politische Machtverhältnisse (insbesondere in autoritären und totalitären Systemen) oder stellen allgemein Parolen oder auch nur Symbole dar.

Um eine möglichst große Zahl an Rezipienten zu erreichen werden politische Graffiti vornehmlich an sehr stark frequentierten und gut sichtbaren Orten angebracht.

Beispielsweise in Nordirland oder dem Baskenland finden politische Ansichten aber auch teilweise in aufwändigen Murals Ausdruck.

Klograffiti ist eine Form von Graffiti, die seit der Antike praktiziert wird. Dabei steht der künstlerische Anspruch – im gestalterischen Sinne – weniger oder gar nicht im Vordergrund. Unter dem Begriff Klograffiti werden sämtliche Kritzeleien, wie Gedichte, Reime, Sprüche, Witze und Liebesbekundungen, Charikiaturen und einfache Zeichnungen oder auch das bloße Hinterlassen von Namen zusammengefasst die auf öffentlichen Toiletten zu finden sind. Zum Teil haben die Klosprüche philosophische, sexuelle oder humoristische Inhalte.

Auch außerhalb von öffentlichen Toiletten lassen sich latrinaliaähnliche Graffiti finden. So z. B. in Gefängnissen oder auch an Orten, die besonders häufig Ziele von Touristen oder Wallfahrern sind, wie Berggipfel, Aussichtstürme, oder z. B. unter dem Balkon von Romeo und Julia in Verona oder auch das Grab von Jim Morrison in Paris. Zu dieser Kategorie kann man auch Baumritzungen zählen, die von Wanderern und Liebespaaren, mit einem spitzen Gegenstand (z. B. Taschenmesser) in die Rinde geschnitten werden. Das Hinterlassen von Namen weist in diesem Zusammenhang zwar gewisse Parallelen zum modernen Taggen auf, wird aber von Nicht-Writern erheblich seltener und nur an bestimmten Orten, zudem meist ohne Verwendung eines Pseudonyms, praktiziert.

D-Styles

Juli 18th, 2009

D-Styles, eigentlich Dave Cuasito, (* 6. Juli 1972 auf den Philippinen) ist ein bekannter Hip-Hop-DJ.

Cuasito wuchs in Kalifornien auf. 1984 sammelte er seine ersten Scratch-Erfahrungen an der Stereoanlage seines Vaters. Von Run DMC, Buffalo Gals und Rockit inspiriert, legte er sich bald ein Mischpult und einen Plattenspieler zu. Mit 15 legte er an Schulparties auf. Sein Hobby hielt ihn davon ab, Mitglied einer Gang zu werden.

1987 begann D-Styles zusammen mit seiner Crew Sound City Productions an DJ-Battles teilzunehmen. Bei diesen Battles ging es darum, das Sound-System, die Licht-Show und die Musik anderer Gruppen zu übertreffen. D-Styles war damals der einzige, der an solchen Veranstaltungen gescratcht hat - allerdings mit dem Ergebnis, dass einige Leute den Raum verließen.

Nach der Auflösung des Teams, machte D-Styles allein weiter, mit der Teilnahme an einer DMC-Meisterschaft zum Ziel. Er legte an vielen Wettbewerben auf, gewann aber nie bei einer wichtigen Veranstaltung.

1993 traf Dave Cuasito auf DJ Rhettmatic der bekannten Crew Beat Junkies und durfte ihr beitreten - zusammen mit DJ Shortkut. Als er sich im selben Jahr auf einer Video-Aufnahme sah, hatte er den Eindruck, irgendwie wie eine Mischung der berühmten DJs zu klingen und keinen eigenen Stil zu haben. Also hörte er sofort auf, an Wettbewerben teilzunehmen und nahm sich Zeit, seine eigene musikalische Identität zu suchen. In dieser Zeit beschäftigte sich D-Styles vor allem mit eigenen Musik-Produktionen.

1996 wurde er von DJ QBert und Yogafrog angefragt, Mitglied der Formation Invisibl Skratch Piklz zu werden. D-Styles nahm an. Hier ging es nicht um Wettbewerbe, sondern um gemeinsame Auftritte. Die Skratch Piklz tourten weltweit durch Clubs und erlangten in der Hip-Hop-Szene hohes Ansehen. Im Jahr 2000 trennten sie sich. Aufgrund von unterschiedlichen Lebensräumen, so D-Styles.

2002 veröffentlichte er das Album Phantazmagorea, welches sich von der bisher vorherrschenden „Battle-Ästhetik“ der Scratch- oder DJ-Alben entfernte und die musikalische Seite der „Scratchmusik“ in den Vordergrund rückte.

D-Styles gründete mit den DJs Ricci Rucker, Mike Boogie und DJ Ace die Band Gunkhole. Sie behaupten, dass damit ein neues Zeitalter des Turntablism angebrochen sei.

Rock Steady Crew

Juli 18th, 2009

Die Rock Steady Crew ist eine Hip-Hop-Crew, die sich 1977 im New Yorker Stadtteil Bronx gegründet hat. Die Gründer waren die B-Boys Jimmy D und Jojo, die zu den ersten bekannten Breakdancern gehören. Um in die Crew aufgenommen zu werden, mussten die Anwärter ein anderes Crewmitglied in einem Dance-Battle besiegen.

Um 1979 kam die Breakdance-Szene in New York in eine Krise. Zu diesem Zeitpunkte wurden die B-Boys Crazy Legs and Lenny Len in die Crew aufgenommen, die als extrem begabte Breakdancer eine Auflösung der Crew verhinderten. Crazy Legs zog kurz darauf nach Manhattan um und wollte dort eine eigene Crew gründen, die als Chapter der Rock Steady Crew gelten sollte. Da er dafür Jimmy D’s Erlaubnis brauchte, diese aber nicht bekommen konnte, trat er einer rivalisierenden Gruppe, der Rockwell Association, bei und gründete mit deren Erlaubnis das Chapter in Manhattan.

Erst 1981 stimmte auch Jimmy D der Gründung der Rock Steady Crew in Manhattan zu. Crazy Legs änderte daraufhin den Namen seiner Crew in Rock Steady Crew und übernahm alle seine bisherigen Mitglieder, obwohl niemand aus seiner Gruppe je gegen ein Originalmitglied der Rock Steady Crew im Battle bestehen musste. Dieses Chapter wurde bald darauf zum eigentlichen Kern der Rock Steady Crew, welcher die Popularität des Breakdance in New York wieder erhöhte.

Im August 1981 wurde der Crew vom Fotografen Henry Chalfant das Angebot gemacht, im Programm des Lincoln Center outdoor program aufzutreten. Durch diesen Auftritt gelangte die Crew in den Interessensbereich der lokalen New Yorker Fernsehsender und diverser Zeitungen wie The New York Times, The Village Voice, The Daily News und der National Geographic. Die dort gebotene Show, ein Battle gegen die rivalisierende Crew The Dynamic Rockers, machte sie bekannt. Jimmy D war so begeistert von der Show, die er nur im Fernsehen zu sehen bekam, dass er Crazy Legs zum Präsidenten der gesamten Rock Steady Crew machte. Crazy Legs ernannte Frosty Freeze und Prince Ken Swift, beide aus dem Manhattan-Chapter, zu Co-Präsidenten.

Im Winter 1982 wurde die Rock Steady Crew zu einer Show im Nachtclub Ritz eingeladen, gemeinsam mit der Punkband Bow Wow Wow, Afrika Bambaataa und den Jazzy 5. Nach der Show fragten Crazy Legs und Frosty Freeze Afrika Bambaataa, ob er sie in die Zulu Kings aufnehmen würde, woraufhin die gesamte Crew mit allen Mitgliedern in die Zulu Nation integriert wurde. Kurz danach wurde die Crew in der gesamten New Yorker Clubszene populär. Die Crew selbst wuchs in der Zeit zu einer großen Hip-Hop-Familie an, in die auch Frauen, Kinder, Roller Skater, Graffiti-Künstler und DJs aufgenommen wurden. Zu diesem Zeitpunkt wurde Breakdance auch außerhalb von New York bekannter und beliebter.

1983 erhielt die Crew in Form von Kool Lady Blue eine Managerin, die sie für die Roxy Tour buchte, die von Europe One Radio ausgetragen wurde. Gemeinsam mit Afrika Bambaataa, Fab Five Freddie, die McDonalds Double Dutch girls, mehreren DJs und Graffiti-Künstlern ging die Crew damit auf die erste internationale Hip-Hop-Tour, die sie unter anderem auch in die europäischen Metropolen London und Paris führte. Im November des Jahres wurden sie von der englischen Königin gebeten, in der Royal Variety Performance aufzutreten. Außerdem spielten sie bereits 1982 in dem Hip-Hop-Film Wild Style mit (wie auch ´84 in Beat Street).

Dieser Auftritt führte zu dem Plattenvertrag der Crew mit Charisma Records. Sie veröffentlichten ihren Hit Hey You, The Rock Steady Crew, welcher in mehreren Ländern als Top10-Hit Gold einspielte. Finanziell sah die Crew jedoch nur sehr wenig von dem Erfolg. Eine zweite Single, Uprock, und ein Album folgten. Nach der Auflösung von Charisma Records ging der Vertrag an Virgin Records, die ihn jedoch erstmal zurückstellte. Innerhalb der Crew gab es Ärger und Streit um den Vertrag und es wurde beschlossen, sich erstmal anderen Projekten zuzuwenden.

Erst 1989 wurde die Crew reanimiert, nachdem Crazy Legs auf Druck des B-Boys Jerry „Fast Feet“ Fontanez und in Zusammenarbeit mit dem Rapper Q-Unique in die Clubszene zurückkehrte. 1991 trat Mr. Wiggles an Crazy Legs heran und schlug ihm ein Musical unter dem Titel So, What Happens Now? vor. Ken Swift und Buck 4 stiegen ein und halfen bei der Inszenierung einer Szene mit. 1992 trat die Crew beim Kennedy Center Honors auf und erhielten massiven Applaus, angeführt von Gregory Hines und in Anwesenheit von US-Präsident George H. W. Bush und Gregory Peck.

Crazy Legs ist auch heute noch Präsident der Crew, als Co-Präsidenten stehen ihm Fabel und Easy Roc zur Seite. Mittlerweile existieren Chapter in mehreren größeren Städten der USA (Las Vegas, Miami und Los Angeles), außerdem in Japan (Rock Steady Crew Japan), Großbritannien und Italien. Eines der aktuellen Ziele ist die Gründung einer Rock Steady Foundation für Kinder, um ihnen eine Tanzausbildung und andere Aktivitäten außerhalb der Schule zu ermöglichen. Jedes Jahr findet eine Gedenkfeier der Rock Steady Crew in den Bronx statt, bei der viele neue MCs, Breakdancer und andere Künstler vorgestellt werden und verstorbener Mitglieder gedacht wird. Der 26. Juli 2003 wurde außerdem vom New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg zum Rock Steady Crew Day ernannt.

Mix Master Mike

Juli 18th, 2009

Mix Master Mike (* 4. April 1970 in Daly City, Kalifornien; bürgerlich Michael Schwartz) ist ein DJ aus San Francisco, USA. Er trug als erster drei Weltmeister-Titel als DJ.

Geboren und aufgewachsen ist Mix Master Mike in San Francisco. In seiner familiären Umgebung gab es mehrere Schallplatten-Sammler, die ihm die unterschiedlichsten Stilrichtungen der Musik vorstellten und näher brachten. Das meiste davon war 70er Jahre-Funk.

1984, im Alter von 14 Jahren, kam er zum ersten mal mit Hip-Hop in Berührung. Mike besorgte sich zwei alte Kassettengeräte und Lautsprecher aus dem alten Lagerraum seines Onkels. Damit versuchte er, verschiedene Lieder synchron zueinander abzuspielen. Er benutzte die Pause-Taste, um das Tempo zu verlangsamen. Zu dieser Zeit sah er im Fernsehen den Auftritt eines gewissen Grandmaster DXT. Dieser spielte mit Plattenspielern und Mike sah zum ersten Mal jemanden scratchen. Ab dann wollte Mike unbedingt „Scratch DJ“ werden.

Mike trat an verschiedenen kleinen Partys auf und wurde an einer dieser Feiern einem gewissen Richard Quitevis vorgestellt. Richard war begeistert von Mikes „Scratching“ und besuchte ihn am nächsten Tag, um von ihm Techniken und Tricks zu lernen. Richard Quitevis wurde selber zum DJ und gab sich den Namen DJ QBert.

Zu dieser Zeit wurde Mike die Fürsorge seiner Mutter zu viel und er haute von zu Hause ab, um sich einer Gruppe von DJs in Sacramento anzuschließen. Dort erfuhr er, dass QBert viele Leute mit seinen DJ-Künsten beeindruckte - außerdem hörte er von einem DJ-Battle in der Schul-Cafeteria. Mike nahm teil. Das Duell zwischen Mix Master Mike und QBert gilt heute als ein legendärer Moment der Hip-Hop-Geschichte. Mike gewann, doch in der Revanche gewann QBert.

Mike und QBert befanden sich konstant in direkter Konkurrenz zueinander, wollten das aber nicht weiterführen und entschieden sich dafür, als Team weiter aufzutreten: als eine Art „DJ Scratch Band“. 1991 begann die Teilnahme an bedeutenden Wettbewerben. Mix Master Mike gewann 1992 als erster DJ von der Westküste den Supermen Battle for World Supremacy in New York City. Im selben Jahr nahmen Mix Master Mike, QBert und DJ Apollo an der DMC-Weltmeisterschaft teil und gewannen das Finale in London. 1993 verteidigten Mike und QBert den Titel erfolgreich zu zweit. DMC nannte den Auftritt später das großartigste Scratch-Set in der Geschichte der Menschheit.

1994 erhielten Mike und QBert einen Anruf von DMC und wurden darum gebeten, auf die Teilnahme an der Weltmeisterschaft zu verzichten um anderen DJs eine Chance zu geben. Stattdessen wurde ihnen angeboten, Jury-Mitglieder zu werden.

1998 nahm Mix Master Mike Kontakt mit den Beastie Boys auf, redete und scratchte ihnen auf den Anrufbeantworter und wurde für das Album Hello Nasty und die anschließende Tour engagiert.

DJ Disk

Juli 18th, 2009

Luis Quintanilla (* 7. Oktober 1970), besser bekannt als DJ Disk ist ein DJ aus San Francisco mit mittel- und südamerikanischen Wurzeln. Quintanilla begann in jungen Jahren, zu den spanischen Platten seiner Mutter zu scratchen und folgte 1992 seinem Freund (und ehemaligem Schüler) DJ QBert zu einem Chapter der Rock Steady Crew. Wenig später benannten sie sich in Invisibl Skratch Piklz um.

Im Laufe der Jahre gehörten die DJs D-Styles, Mix Master Mike, DJ Flare, A-Trak und Yogafrog der Gruppe an. Als Gründungsmitglied der Piklz war Disk ein einflussreicher DJ des Turntablism und erfand den 2 Click Orbit und den 2 Click Flare Lazer Orbit.

Zusätzlich zu seiner Hip Hop-Arbeit mit den Piklz und den Projekten El Stew, Cobra Strike, Ben Wa, Giant Robot 2 und Praxis arbeitete Disk auch in verschiedenen Konstellationen mit Bassist und Produzent Bill Laswell, Schlagzeuger Bryan Mantia, dem experimentellen Gitarristen Buckethead, Tabla-Spieler Zakir Hussain, den Sängern Mike Patton (Peeping Tom) und Serj Tankian sowie den Jazzmusikern Herbie Hancock und Jack DeJohnette.

Zeitweilig betätigte er sich als Lehrer der Turntablist Academy.