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DJ QBert

Juli 18th, 2009

DJ QBert (bürgerlich Richard Quitevis) ist Mitbegründer und einer der wichtigsten DJs in der amerikanischen Turntablism-Szene. Neben DJ Disk und DJ Flare gilt er als Pionier des Turntablism; viele der heute weltweit geübten Scratches sind seine Erfindung. QBerts Name entstammt dem Arcadespiel Q*bert von 1982.

Der DJ aus San Francisco beschäftigt sich seit Beginn der 1980er Jahre mit dem Auflegen von Platten. Zusammen mit Mixmaster Mike und DJ Apollo bildete er die Crew FM20. Auf Einladung von Crazy Legs, der sie in New York auflegen sehen hatte, wurden sie Mitglieder der Rock Steady Crew. Als Rocksteady DJs gewannen sie 1992 die DMC-Meisterschaften und siegten auch bei den darauffolgenden.

DJ QBert gründete auch die legendäre Turntablism-Crew The Invisibl Skratch Piklz, weitere Mitglieder sind Yogafrog, D-Styles und DJ Flare.

1998 veröffentlichte QBert das erste reine Scratchalbum unter dem Titel Wavetwisters. Zu diesem Album entstand 2001 ein kompletter, gleichnamiger Zeichentrickfilm; Bilder und Animationen wurden hier nachträglich passend zum Ton entworfen.

QBerts Plattenlabel Dirtstyle Records ist eines der bedeutendsten im Sektor der reinen Scratchplatten, also Schallplatten, die nicht zum normalen Abhören gedacht sind, sondern ausschließlich Beatloops und kurze Geräusch- und Stimmen-Samples enthalten.

Kool DJ Herc

Juli 18th, 2009

Kool DJ Herc (* 16. April 1955; auch DJ Kool Herc, eigentlich Clive Campbell) ist ein US-amerikanisch-jamaikanischer Musiker und Musikproduzent. Er gilt als einer der Pioniere des Hip Hop in den 1970er Jahren.

Herc stammt aus Kingston, Jamaika und zog 1967 mit 13 Jahren nach New York. Dorthin mit nahm er den Reggae, der in seiner Heimat bereits in den 1960er die Straßen unterhielt. Seine DJ-Karriere begann 1973 als Party-DJ auf dem Geburtstag seiner Schwester und weiteren Privatpartys. Zum Ende des gleichen Jahres hatte er seinen ersten professionellen Auftritt als Kool DJ Herc im Club „Twilight Zone“.

Die Vorbilder von Kool Herc waren Disco-DJs aus den Bronx wie Grandmaster Flowers, Pete Jones, Amazing Birth und John Brown. Er bekam allerdings auch in seiner Heimat die Entwicklung des Dub mit, da Reggae in New York aber unpopulär war, begann er früh über die Instrumentalstellen damals populärer Stücke zu sprechen, wodurch der Rap geboren wurde. Er widmete sich außerdem den gerade aufkommenden Funkstücken in New York, die er in seine Kreationen integrierte. Da die Sprechstellen relativ kurz waren, begann er sie zu verlängern, indem er zwei identische Platten auf zwei Plattenspielern benutzte und die Instrumental-Intervalle verlängerte. Indem er Songs nicht mehr als Ganzes spielte, sondern nur deren tanzbarsten Teile wiederholte schaffte er den Prototyp dessen, was heute als Hip Hop-Musik bekannt ist.

Seine ersten Breakbeats – damit die ersten überhaupt bekannten – stammten aus den Stücken It´s just begun von Jimmy Castor Bunch sowie Apache von der Incredible Bongo Band. Ob die Erfindung des Wortes „Hip Hop“ allerdings von ihm stammt ist umstritten, sie wird häufig ebenfalls DJ Hollywood und Lovebug Starski zugeschrieben. Apache wurde zu seiner Erkennungsmelodie, gefolgt von Rap-ähnlichen Ansagen und Ankündigungen.

Seinen Künstlernamen leitet er 1973 von seinem Spitznamen „Hercules“ ab, eine Anspielung auf seine große und kräftige Statur. Als Graffiti-Sprayer kürzte er den Namen auf ‘Herc’ zusammen und ergänzte später das Wort ‘Kool’. Berühmt war er vor allem für seine Block Partys, deren Gesicht in der Bronx er prägte. Sein Soundsystem war nach Aussage der damaligen Hörer das mit Abstand eindrucksvollste und beste im Viertel. Der niedrige Eintrittspreis von 25 Cent, das Soundsystem und sein damals einzigartiger DJ-Style führten dazu, dass seine Partys eine der wenigen Gelegenheiten waren, zu denen Bewohner der ganzen, damals von inneren Konflikten und Gang-Streitigkeiten zerrissenen Bronx kamen.

Auf seinen Block Partys arbeitete er recht bald mit dem MC Coke La Rock und dem Rapper Clak Kent sowie den kurz darauf hinzukommenden Mitgliedern Pebelee-Poo, Sweet N’ Sour, Timmy Tim, Tony D, Imperial Jay Cee, Clark Kent sowie Smiley, die als erste Frau als MC auftritt. Diese Crew benannte sich nach Herc als The Herculoids.

1975 startete er als DJ im legendären Club Hevalo. Er legte weiterhin eine Mischung aus der Musik seines Herkunftslandes, Soul, Funk und Discomusik auf. Zusammen mit Afrika Bambaataa und Grandmaster Flash, für die er ein Vorbild war, gehörte Herc außerdem zu den ersten wichtigen Block-Party-DJs der Hip Hop-Keimzelle Bronx. Vor allem die Lautstärke seines Soundsystems wurde legendär und konnte auch von Grandmaster Flash und Bambaata nicht übertönt werden.

Mitte der 70er entsteht auf seinen Partys ein Tanzstil, der als Breakdance ebenfalls bis heute ein essentieller Bestandteil der Hip Hop-Kultur ist, er selbst bezeichnete sich gern als den ältesten B-Boy New Yorks. In der Diskothek The Puzzle legte Herc ebenfalls auf und installierte sich dort ein eigenes Soundsystem. Dieses bestand aus zwei Garrard-Plattenspielern, einem Vorverstärker und für damalige Verhältnisse riesigen Bassboxen. Afrika Bambaata beschrieb die Musik von Herc wie folgt:

„He just kept that beat going. He took the music of like Mandrill, like „Fencewalk“, certain disco records that had funky percussion breaks like The Incredible Bongo Rockers when they came out with ‘Apache’ and he just kept this beat going. It might be that certain part of the record that everybody waits for - they just let their inner self go and get wild. The next thing you know, the singer comes back in and you’d be mad.“ (aus Poschardt: DJ Culture)

1978 zog sich Kool DJ Herc aufgrund einer Handverletzung, die er sich im Club „Executive Playhouse“ zuzog, aus dem Musikgeschäft zurück. Sein Rückzug war sehr plötzlich und überraschend. 1984 hatte er seinen letzten öffentlichen Auftritt, in den folgenden Jahren machte er Schlagzeilen aufgrund von Drogenproblemen, und er hielt sich als Lastwagenfahrer und Werftarbeiter über Wasser. Erst Anfang der 1990er Jahre trat er wieder an die Öffentlichkeit, unter anderem bei einem Interview der Zeitschrift The Source im November 1993, wo er gemeinsam mit Grandmaster Flash und Afrika Bambaata die Frage nach dem tatsächlichen Erfinder des Hip Hop und des ersten Rap-DJ klären sollte. 1994 tauchte er gemeinsam mit dem Public-Enemy-DJ Terminator X auf dessen Terminator X And The Godfathers Of Threatt/Super Bad und 1997 auf dem Album Dig Your Own Hole der Chemical Brothers auf.

DJ Tomekk

Juli 18th, 2009

DJ Tomekk (* 11. Oktober 1975 in Krakau, bürgerlich Tomasz Kuklicz) ist ein polnischer Hip Hop-DJ und Musikproduzent.

Im Alter von zehn Jahren begegnete Kuklicz zum ersten Mal einem DJ und ließ sich vom “Deejaying” begeistern. Im selben Jahr emigrierte sein Vater nach Deutschland und er folgte ihm nach Berlin, wo er in Wedding lebte. Als sein Vater fünf Jahre später starb, war der damals 15-Jährige auf sich allein gestellt. Intensiv übte er das DJ-Handwerk und erhielt noch als Teenager eine eigene Radiosendung auf Kiss FM (sie trug den Namen “Boogie Down Berlin”).

1993 traf DJ Tomekk auf die Hip-Hop-Legende Kurtis Blow. DJ Tomekk gab vor, ein Interview führen zu wollen, plante aber, den Star von seinen DJ-Künsten zu überzeugen. Zufälligerweise brauchte Kurtis Blow kurzfristig Ersatz für seinen ausgefallenen DJ und fragte bei DJ Tomekk an. Nach dem Auftritt wollte Blow, dass er ihn auf seiner US-Tour begleitet. 1994 wurde DJ Tomekk als erster Nicht-Amerikaner für den “1st Annual Rap Music Award” nominiert. Während er in Deutschland noch kaum bekannt war, trat er in den USA bereits zusammen mit Run DMC, dem Wu-Tang Clan, LL Cool J und KRS One auf.

Zurück in Deutschland legte DJ Tomekk in diversen Diskotheken auf und veröffentlichte 1998 seine erste Produktion - einen Remix für eine Gruppe namens Foesum aus Los Angeles. Nachfolgend entstand 1999 unter dem Plattenlabel „F-Records“ die Produktion 1, 2, 3 Rhymes Galore - eine internationale Kooperation, an der Künstler wie Grandmaster Flash, Flavor Flav (Public Enemy), Afrob, Jazzy Jeff & MC Rene teilnahmen. Dieser Song konnte sich mehrere Wochen in den deutschen Top10-Charts (Höchste Platzierung: 6) halten. Die zweite Single Ich lebe für Hip Hop in Zusammenarbeit mit GZA, Prodigal Sunn, Curse und den Stieber Twins erreichte in den Media-Control-Charts Platz 11. Im Jahr 2000 bekam DJ Tomekk den Comet als bester nationaler Newcomer.

Schon bald folgte eine weitere erfolgreiche Produktion, Return Of Hip-Hop, bei der KRS-One, Torch und MC Rene mitwirkten. Kurze Zeit später veröffentlichte DJ Tomekk sein erstes Album, welches ebenfalls den Namen „Return Of Hip-Hop“ trug.

Ende 2002 gelang ihm ein weiterer Top 10-Hit in Deutschland mit dem Song Kimnotyze. 2003 ging DJ Tomekk mit seiner Boogie Down Berlin Crew (DJ Noppe, Said, Saeed, Trooper Da Don) auf Tournee, in der er etwa 150 Auftritte absolvierte.

In den folgenden Jahren arbeitete DJ Tomekk zusammen mit Künstlern wie MC Lyte, Xzibit, Sido, Fler, Noreaga, B-Tight, Montell Jordan, Truth Hurts, Horace Brown, Black Ivory und Harry an seinem neuen Album Numma Eyns, welches er schließlich im Jahr 2005 veröffentlichte. Die Single Jump Jump (feat. Fler) platzierte sich auf Platz 3 der Deutschen Charts.

Ende des Jahres 2006 veröffentlichte DJ Tomekk das Mixtape The Next Generation. Dieses Mixtape produzierte er zusammen mit Bushido und zahlreichen Newcomern, um diese zu unterstützen.

Im Januar 2008 nahm er als Kandidat an der dritten Staffel der RTL Show Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! teil, die er jedoch vorzeitig verlassen musste, weil er in einem Privatvideo mit Hitlergruß zu sehen war, das aus seiner Sicht lediglich ein „dummer Witz“ war.

Run DMC

Juli 18th, 2009

Run-D.M.C. (oder Run DMC) war eine US-amerikanische Hip-Hop-Band.

Run-D.M.C. wurde von Jason Mizell (Jam Master Jay), Joseph Simmons (Run) und Darryl McDaniels (D.M.C.) 1982 im New Yorker Stadtteil Queens gegründet. Durch Russell Simmons (der ältere Bruder von Joseph Simmons und Mitbegründer des US-amerikanischen Plattenlabels Def Jam) gelangten sie ein Jahr später zu ihrem ersten Plattenvertrag. 1983 kam ihre erste Single mit dem Titel It’s Like That/Sucker MC’s heraus.

Run-D.M.C. gehören neben Grandmaster Flash, Boogie Down Productions und Public Enemy zu den Urvätern und Wegbereitern des Hip Hop. 1984 erhielten sie als erste Hiphop-Gruppe eine Goldene Schallplatte für ihr Album Run-D.M.C. Für die zwei darauffolgenden Jahre erhielten sie außerdem noch Platin für ihr zweites Album King of Rock (1985) und Doppelplatin für ihr Album Raising Hell (1986). Ihr Video zum Stück Rockbox wurde als erstes Rapvideo auf MTV ausgestrahlt. Zudem waren sie die erste Rap-Gruppe, die es auf den Titel der US-amerikanischen Musikzeitschrift Rolling Stone schaffte.
Run DMC machten die adidas-Produkte zu ihrem Markenzeichen

Für den Titel Walk This Way aus dem Album Raising Hell bekamen sie als erste Hiphopper eine Grammynominierung. Walk This Way war eines der ersten Crossover-Lieder – Run-D.M.C. nahm es zusammen mit Aerosmith auf, die bereits 1976 mit ihrer nahezu identischen Urversion aus der Feder von Tyler/Perry einen Charterfolg hatten. In den Filmen Krush Groove (1985) und Tougher Than Leather (1988), der in Deutschland unter dem Titel Mad Dogs erschien, betätigten sich Run-D.M.C. als eine der ersten Rap-Gruppen als Schauspieler. 1993 wurde erneut ein Lied von Run-D.M.C. zusammen mit einer Rockband veröffentlicht. Diesmal spielten sie mit der Funk-Metal-Band Living Colour zusammen für den Soundtrack von Judgment Night, dessen Konzept ihre Idee vom Rocksong mit Rap-Einlagen wieder aufgriff.

Am 30. Oktober 2002 wurde Jam Master Jay in einem Musikstudio in Queens von einem Unbekannten erschossen. Dies war auch das Ende von Run-D.M.C.

Reverend Run nahm das Solo-Album Distortion auf. Die erste Single aus diesem Album, Mind on the Road, ist auch auf dem Computerspiel Madden NFL 2006 von EA Sports zu hören. Das Album ist im November 2005 erschienen. Um dieses Album zu veröffentlichen, gründete der Bruder von Run, Russell Simmons, extra das Label Russell Simmons Music Group. Das Label läuft als Sub-Label von Def Jam, dessen Eigentümer und Geschäftsführer Russell war, bevor er 1999 seine restlichen Anteile an Def Jam an die Universal Music Group für 100 Millionen US-Dollar verkaufte und sich seitdem auf andere Dinge, wie z.B. seine Arbeit im Hip Hop Summit Action Network (seit 2001), konzentriert.

DMC Solo-Album mit dem Titel Checks, Thugs, And Rock ‘N’ Roll erschien am 14. März 2006.

Er hat unter anderem auch mit 50 Cent (als dieser noch nicht einer großen Öffentlichkeit bekannt war) zusammen im Studio an seinen eigenen Songs gearbeitet.

Es wird vermutet, dass Jam Master Jay von jemandem ermordet wurde, der eine Warnung an 50 Cent schicken wollte, denn kurze Zeit zuvor wurde 50 Cent 9 mal angeschossen. Der Ort des Geschehens war nur 3 Minuten vom Studio entfernt.

Grandmaster Flash

Juli 18th, 2009

Grandmaster Flash (eigentlich Joseph Saddler; * 1. Januar 1958 auf Barbados) ist einer der Pioniere des Hip Hop neben Kool DJ Herc und Grandwizard Theodore.

Ab 1976 entwickelte er unter dem Künstlernamen DJ Grandmaster Flash die meisten Techniken, die bis heute das DJ-ing im Hip Hop prägen: das Cutting (das zum Beat parallele Einspielen von Tracks), das Backspinning (die Platte wird zur Wiederholung eines bestimmten Abschnitts schnell rückwärts gedreht) und das Phasing (bei dem durch die Verringerung der Geschwindigkeit eines der beiden Plattenteller ein Phaseneffekt erzeugt wird). Weitere, teils auch rein akrobatische Techniken gehen ebenfalls auf ihn zurück. Gemeinsam mit Kool DJ Herc und dem von ihm entdeckten Grandwizard Theodore hat er so das Instrumentarium des DJ-ing erschaffen und perfektioniert.

Die ersten Erfolge hatte Grandmaster Flash mit der Band Grandmaster Flash & the Furious Five, die sich 1977 bildete. Seine Single The Adventures of Grandmaster Flash on the Wheels of Steel (1981), die er live einspielte, gilt in ihrer innovativen Mischung verschiedener Songs wie Good Times (Chic), Another One Bites The Dust (Queen) und Rapture (Blondie) als wegweisend. Nach mehreren Jahren mit seinem Ensemble in wechselnder Zusammensetzung ging man Ende der 80er Jahre getrennte Wege. Kurzlebige Reunions blieben ohne große Resonanz.

Auch in Deutschland arbeitete er schon Mitte der 90er Jahre mit verschiedenen Künstlern zusammen. So lieferte Grandmaster Flash zusammen mit Grand Wizard Theodore und Disco Bee Beiträge zu dem 1994 erschienenen Sampler Schützt die Rille (Köln Massive). Er und viele andere Musiker wie Das Duale System, Die Coolen Säue (DCS), Plattenpapzt oder Konstruktive Kritik setzten sich für die damals populäre Save The Vinyl-Bewegung ein, welche das schon fast besiegelte Ende der Schallplatte verhindern wollte und, wie man heute auch weiß, dies zumindest verzögert hat.

Der bei weitem bekannteste Song von Grandmaster Flash ist The Message. 1999 erregte seine Zusammenarbeit mit dem deutschen DJ Tomekk 1…2…Rhymes Galore Aufsehen und landete in den Charts. 2002 kehrte Flash zum DJ-ing auf Platte zurück und veröffentlichte mit den Official Adventures eine Live-Retro und mit Essential Mix eine „klassische“ Old-School-DJ-CD. Im 2009 erschienenen Album The Bridge setzte er mit Hip-Hop Größen wie Q-Tip, KRS-One und Snoop Dogg neue Akzente.

Grandmaster Flash und Run-DMC sind die bisher einzigen Hip-Hop-Musiker, die in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurden.

Grandwizard Theodore

Juli 18th, 2009

Grandwizard Theodore ist der Alias von Theodore Levingston aus der Bronx, New York (USA). DJ, einer der Pioniere des Hip Hop und Erfinder des Scratchings.

Theodore kam zur Rap-Musik durch seine beiden Brüder Claudio und Mean Gene, die unter dem Namen The L-Brothers schon Mitte der 1970er Jahre in New York auftraten. Seine Brüder machten ihn bekannt mit Grandmaster Flash, der eine große Vorbildfunktion für Theodore hatte.

Die Erfindung des Scratchings fand laut eigenen Angaben Levingstons eher durch einen Zufall statt. Er lebte noch zuhause bei seiner Mutter, die sich durch seine DJ-Tätigkeit häufig gestört fühlte und ihn immer zu Ruhe ermahnte, gerade wenn er die Nadel an den Beginn eines Songs auf die Platte gelegt hatte. Während seine Mutter nun mit ihm schimpfte, bewegte er die Platte immer wieder zurück zum Anfang:

I used to come home from school everyday and play records. This one particular day, my mother banged on the door yelling at me because the music was too loud. When she walked in, I still had my hand on the record that was playing and I kind of moved it back and forth. When she left, I was like ‘Yo! That sounded kind of cool. I better experiment with that.

Fasziniert von dem dabei entstehenden Geräusch experimentierte er weiter und verfeinerte diese Technik in den folgenden Jahren zunehmend, was ihn zu einem der gefragsten New Yorker DJs seiner Zeit machte.

Auf Blockparties trat er häufig mit Unterstützung von MCs unter dem Namen Grand Wizard Theodore and the Fantastic 5 MCs auf.

Zu hören ist Theodore unter anderem auf der Single Can I Get A Soulclap (1980, Tuff City Rec.) und im Hip Hop Kultfilm Wild Style, in dem er auch eine kleine Rolle spielt.

1998 nahm man ihn in die Technics DJ Hall of Fame auf und sowohl die International Turntablists Federation (ITF) als auch Back To Mecca zeichneten ihn für sein Lebenswerk aus.

In Deutschland ist im Jahre 2003 eine Doku-DVD erschienen mit dem Titel Scratch, in der ihm ebenfalls ein Bericht gewidmet ist.

Scratchen

Juli 18th, 2009

Unter Scratchen (engl. „to scratch“ = „kratzen“) versteht man die Erzeugung von Tönen durch rhythmisches Hin- und Herbewegen einer laufenden Schallplatte auf einem Schallplattenspieler bei aufgelegter Nadel. Dabei können die Töne mit dem Crossfader des Mischpultes rhythmisch ein- und ausgeblendet werden, um diese zu neuen Melodien zusammenzufügen. Das Scratchen wurde 1975 von Grandwizard Theodore eingeführt und schnell zum festen Bestandteil des DJing in der Hip-Hop-Musik.

Nach der Verbreitung des Scratchen innerhalb des Hip-Hop ab Ende der 1970er Jahre, wurde es durch die Hit-Single Rockit von Herbie Hancock 1983 erstmal der breiten Öffentlichkeit bekannt. Das Scratch-Solo auf dem Sprachsample “scratch” in der Mitte dieses Stückes machte dieses Sample zu einem häufig auf Scratchplatten wiederveröffentlichten Standard.

Vor allem in den letzten 10 Jahren wurden eine Vielzahl unterschiedlicher Techniken (engl. Moves) zur Erzeugung bestimmter Klänge und Rhythmen entwickelt. Mittlerweile hat sich daraus und aus dem Beatjuggling eine eigene Kunstform gebildet, das Turntablism.

Neben den üblichen Schallplatten werden in auf DJs spezialisierten Plattenläden auch solche verkauft, die nur besonders zum Scratchen geeignete Töne und Beats beinhalten. Solche Scratchplatten, die üblicherweise von DJs zusammengestellt werden, nennt man Battle-Tools oder Battle-Wax.

Wichtig beim Scratchen ist die Auswahl des verwendeten Tones. Man unterscheidet hierbei zwischen Scratchen und Cutten. Beim Scratching wird das Scratchen als Musikinstrument eingesetzt. Der benutzte Ton tritt hierbei in den Hintergrund und das Scratchen an sich tritt in den Vordergrund. Beliebt sind hier Klänge mit hartem Attack wie der Tusch einer Gruppe von Bläsern, menschliche Stimmen und Synthesizereffekte.

Vom Cutten dagegen spricht man, wenn im Rahmen eines Songs ganze Textpassagen einer Gesangs- oder Rapspur gescratcht und wiederholt werden. Damit rückt das Scratchen an sich in den Hintergrund und die Inhalte der gescratchen Sprache werden Teil des Songs. In der Hip-Hop-Musik wird häufig im Chorus gecuttet, wobei meist die Inhalte des Songs in der gecutteten Zeile zusammengefasst werden.

Eine weitere Form des Scratchens ist das Scratchen reiner Schlagzeugparts, idealerweise eines Bass- und eines Snaredrumsounds in kurzer zeitlicher Folge. Daraus lassen sich dann durch Scratches neue Schlagzeugparts zusammensetzen bzw laufende Schlagzeugparts ergänzen. Diese spezielle Technik nennt man Beatcutting.

Baby

Die Platte wird im Takt zur Musik hin- und hergedreht. Der Crossfader bleibt dabei während der ganzen Zeit auf an, wird also nicht miteinbezogen..
Dieser Scratch wird auch “Wiggy Wiggy” oder “Jiggy Jiggy” genannt, weil er auch etwa so ähnlich tönt.

Drill

Wie beim Baby-Scratch wird nur die Platte rhythmisch bewegt ohne den Ton mit dem Fader zu zerhacken. Der Drill-Scratch ist dabei aber viel schneller und wird durch Anspannen des Unterarms ausgeführt. Die Platte wird dadurch sehr schnell über einen sehr kurzen Plattenweg bewegt.

Stabs oder Punches

  1. Zu Anfang steht der Crossfader auf „aus“ und die Platte liegt am Anfang eines Tones.
  2. Platte vorwärts schieben und dabei den Crossfader kurz Richtung „an“ und sofort wieder Richtung „aus“ bewegen.
  3. Platte zurückziehen zum Anfang des Tones.
  4. Siehe 1.

Dadurch wird der Sound schnell abgespielt und die Rückwärtsbewegung wird ausgeblendet. Wenn die Platte nach mehreren Stabs losgelassen wird entsteht ein Stotter-Effekt: Fre-Fre-Fre-Fresh!

Drag

Ein Drag ist im Grunde ein Baby-scratch, nur mit der Abänderung, dass der zu scratchende Ton erst schnell angeschoben wird und dann abgebremst wird. Somit ändert sich der Ton. (langsamer = tiefer; schneller = höher) Der Crossfader bleibt dabei geöffnet.

Transform Scratch

Beim Transform Scratch oder Transformer wird ein langer Ton der Platte mit dem Crossfader in kleine rhythmische Staccato-Stücke “zerhackt”. In der einfachsten Variante wird während des “Zerhackens” mit dem Fader der Ton der Platte einfach laufen lassen, Erweiterungen sind dann das gleichzeitige schnelle oder langsame Zurückziehen der Platte, sowie das Abspielen des Tons mit veränderter Geschwindigkeit (=Tonhöhe) per Pitch-Regler oder durch Anschieben/Bremsen/Auslaufenlassen der Platte. Ganze Melodien können so (nach-)gespielt werden.

Chirp

  1. Zu Anfang steht der Crossfader auf „aus“ und die Platte liegt am Anfang eines Tones.
  2. Platte vorwärts schieben und dabei den Crossfader Richtung „an“ bewegen.
  3. Am Ende des Tones den Fader schließen.
  4. Platte zurück ziehen und dabei den Crossfader Richtung „an“ bewegen.
  5. Am Ende des Tones den Fader schließen.
  6. Siehe 1.

Dadurch wird jeweils der Zeitraum in dem die Platte durch das Ändern der Richtung langsamer wird (und damit der entstehende Ton tiefer) ausgeblendet und es entsteht ein gleichmäßiger Ton, der schnell ausgeführt an das Zwitschern eines Vogels erinnert, daher der Name Chirp.

Flare

  1. Zu Anfang steht der Crossfader auf „an“ und die Platte liegt am Anfang eines Tones.
  2. Platte vorwärts schieben und dabei den Crossfader kurz Richtung „aus“ und wieder zurück auf „an“ bewegen.
  3. Platte zurück ziehen und dabei den Crossfader kurz Richtung „aus“ und wieder zurück auf „an“ bewegen.
  4. Siehe 1.

Diese Technik ist nach ihrem Erfinder DJ Flare benannt. Bei der Vorwärts- und Rückwärtsbewegung der Platte lässt sich der Ton dabei einmal (1-klick-flare) oder zweimal (2-klick-flare) unterbrechen.

Orbit

  1. Zu Anfang steht der Crossfader auf „an“ und die Platte liegt am Anfang eines Tones.
  2. Platte vorwärts schieben und dabei den Crossfader zweimal kurz Richtung „aus“ und wieder zurück auf „an“ bewegen (offclick).
  3. Platte zurückziehen und dabei den Crossfader zweimal kurz Richtung „aus“ und wieder zurück auf „an“ bewegen.
  4. Siehe 1.

Dieser Move wird präziser auch Two-Click-Orbit genannt, der Ausdruck Orbit ist theoretisch nicht auf eine bestimmte Anzahl offclicks festgelegt.

Crab

Die Crab ist eine Art schneller Transform-Scratch, bei dem 3-4 Finger über den Crossfader dribbeln und so ein sehr schnelles Staccato erzeugen.

  1. Der Crossfader steht auf „aus“ und wird locker mit dem Daumen in dieser Stellung gehalten.
  2. Während die Platte bewegt wird schiebt der kleine Finger den Fader kurz Richtung „an“.
  3. Den kleinen Finger locker lassen, so dass der Daumen den Fader wieder auf „aus“ stellt.
  4. Dasselbe mit Ring-, Mittel- und Zeigefinger wiederholen.

Die Technik erinnert an das Spielen von Kastagnetten. Crossfader mit verkürztem Öffnungsweg, die seit Ende der 90er Jahre verfügbar sind, erleichtern und verbessern die Crab, da das Dribbeln den Fader nicht bis zur Mitte bewegt, sondern nur einige Millimeter.

… und zwar „Right Now Na, Na, Na“!

Das hat der Akon noch nicht so richtig verstanden. Wenn man mit einer Frau ins Bett geht, kann es durchaus passieren, dass die Dame auch schwanger wird.

Bei Akon und einer seiner vielen Damen ist es passiert. Jetzt fordert diese zu Recht Unterhaltszahlungen vom Rapper.

Sara Colemans Anwalt hatte mehrfach versucht, Akon zu einer Stellungsnahme zu bewegen.

Sogar bei der Trauerfeier für den verstorbenen „King Of Pop“ Michael Jackson suchte er den Kontakt, leider ohne Erfolg.

Kein Wunder, dass Sara jetzt losschießt und Akon vorwirft, er könne sich durchaus besser vor einer Sache drücken, als dass er singen könnte.

Akon hat schon einen Vaterschaftstest mit vollem Erfolg über sich ergehen lassen. Das Kind ist 6 Monate alt. Nur sein Anwalt war zu einem Statement bereit: „Akon hat die Verantwortung übernommne. Er war extrem kooperativ und zuvorkommend in dieser privaten Angelegenheit. Die Vaterschaft wurde gerade mal vor 30 Tagen festgestellt … er wird sich rechtzeitig um die Sache kümmern.“

Sara scheint da andere Erfahrungen gemacht zu haben!

… und gönnt Ex-Frau Kelis keinen Cent!

Nas hat angeblich die Nase gestrichen voll und feuert im bitteren Rosenkrieg mit seiner Ex-Ehefrau Kelis jetzt ordentlich zurück. Er hätte ihr viel mehr gezahlt, als sie behauptet und zudem verdiene er gar nicht so viel, wie sie glaubt. Um den Beweis anzutreten, legte er jetzt seine Bankkonten offen.

Kelis hingegen schwört Mark und Bein, dass ihr Ex für seinen Plattendeal satte 11 Millionen US-Dollar kassiert hat. Nas Antwort darauf: „Ich habe nicht einmal die Hälfte davon bekommen. Gerade mal 4 Millionen.“

Zudem besteht er darauf, dass sein Einkommen in letzter Zeit immer mehr schrumpfe und er gerade mal $147,165 in einem Monat verdiene. Pro Monat gäbe er ca. $71,371.96 aus, inklusive $10,000 für Klamotten, Haare, Kosmetik und „persönliche Sachen“.

Kelis interessiert das kein Stück. Sie wirft ihrem Ex vor, er habe bis jetzt noch keinen müden Penny für das noch ungeborene gemeinsame Baby bezahlt.

Nas bestreitet dies und behauptet, er hätte dem Kleinen schon einen Kinderwagen im Wert von $350, einen Baby-Tragegurt für $450 und ganze $1,598 für zwei Kinderbetten gekauft. $5000 seien seiner Meinung nach genug Kohle für ein noch ungeborenes Kind pro Monat.

Mama Kelis will anscheindend noch mehr und bekommt den Hals einfach nicht voll!

… und investiert Millionen in die Umwelt!

Justin Timberlake hat ein Herz für die Natur. Naja, eher für einen schönen Rasen, auf dem er seiner großen Leidenschaft, dem Golfen, nachgehen kann.

Deshalb hat er gerade das runde Sümmchen von 16 Millionen US-Dollar in sein Golf-Resort in Tennessee gesteckt. Alles soll renoviert werden und vor allem grüner werden!

2007 hatte Justin das Luxus-Resort erworben und seitdem seine hart verdiente Kohle in das Anwesen gesteckt.

Es hat sich gelohnt. Timberlakes Golf-Anlage ist die erste umweltfreundliche Golf-Anlage, die mit einem Zertifikat der Golf-Vereinigung „Audubon Classic Sanctuary Program“ ausgezeichnet wurde.

Justin scheint wirklich mit einem grünen Daumen geboren zu sein. Sobald solarbetriebene Golfwagen auf den Markt kommen, möchte er diese auch sofort in seinem Resort einsetzen.

Hobby & Umweltschutz in Einem … Hut ab, Justin!!!