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Graffiti

Juli 18th, 2009

Graffiti, Einzahl Graffito, steht als Sammelbegriff für von privater Hand angebrachte Bilder oder Schriftzüge auf Oberflächen des öffentlichen Raums. Graffiti erscheinen in einer Vielzahl von Ausprägungsformen.

Während Graffiti teilweise als Kunstform anerkannt ist, werden Graffiti in der öffentlichen Wahrnehmung oft als Vandalismus betrachtet. Illegal angebrachte Graffiti können als schadenersatzpflichtige Sachbeschädigung geahndet werden.

Graffiti ist der Plural des italienischen Worts graffito. Es leitet sich etymologisch aus dem Alt-Griechischen von γράφειν (graphein) ab, was schreiben bedeutet.

Im Italienischen bedeutete graffito ursprünglich Schraffierung und meint (neben der heute auch modernen Bedeutung) eine in Stein geritzte Inschrift oder ornamentale bzw. figurale Dekoration (siehe auch die Stucktechniken des Sgraffito).

Der Singular ist im Deutschen wenig gebräuchlich und es wird auch von einem Graffiti (und nicht von einem Graffito) gesprochen. In der Folge wird in der Umgangssprache auch der analog gebildete Plural Graffitis häufiger verwendet.

Es gibt viele verschiedene Arten von Graffiti, deren Abgrenzung oft nicht eindeutig möglich ist. Zum Beispiel können auch Klograffiti politische Inhalte haben oder ein Writer malt einen Schriftzug mit dem Namen seines Lieblingsfußballvereins.

Besonders die Unterscheidung zwischen Writing und Streetart ist heutzutage schwierig, da sich die Techniken oft überschneiden.

Style-Writing/Graffiti-Writing oder kurz Writing, ist die mittlerweile am weitesten verbreitete Form von Graffiti und wird deswegen von der Allgemeinheit auch am stärksten wahrgenommen. Durch diesen Umstand findet meist keine Differenzierung zu anderen Formen von nichtwritingbezogenem Graffiti in der breiten Bevölkerung statt. Beim Writing bildet die Schrift (Buchstaben und Zahlen) das Basiselement der Bildkomposition und die Akteure (Writer) stellen an sich selbst einen künstlerischen Anspruch. Die möglichst häufige Verbreitung des Namens bzw. vielmehr des Pseudonyms eines Graffiti-Writers in Kombination mit dessen möglichst einzigartiger, innovativer und vor Allem ästhetischer Gestaltung bilden die zentralen Ziele, um ein Höchstmaß an Ruhm (Fame) zu erlangen. Die Ästhetik steht aber deutlich im Vordergrund. Ein Writer, der keinen guten Style hat, erhält keine Anerkennung von anderen Szenemitgliedern, egal wie viel er malt.

In der Hip-Hop-Kultur bildet Writing (neben MCing, DJing und B-Boying) eines der vier wesentlichen Elemente. Der Gedanke eines gewaltfreien Wettstreits und das Austragen von Konflikten auf künstlerischer Ebene (Battle) ist ein wesentliches Charakteristikum der friedlichen Writing-Kultur – ebenso wie bei den anderen Elementen des Hip-Hop – und manifestiert sich heutzutage z. B. im weltweit größten Writing-Wettbewerb Write4Gold, bei dem Writer auf zunächst nationaler und in weiteren Runden auch internationaler Ebene gegeneinander antreten, um die Besten ihrer Zunft zu wählen. Writing steht somit im Gegensatz zu der gewalttätigen Gangkultur und darf nicht mit dieser verwechselt werden. Es gibt allerdings auch Writer und Crews, die exklusive Hoheitsansprüche auf ein bestimmtes Gebiet oder auch z. B. eine Zugabstellanlage (Yard) stellen und „Eindringlinge“ rigoros übermalen oder teilweise sogar gewaltsam gegen diese vorgehen.

Scratching ist eine Reaktion der Writerszene auf verstärkte Reinigungsmaßnahmen. Es werden meist Tags dargestellt, die mittels (Schleif)Steinen, Sandpapier oder Messern vorwiegend in Glas- oder Plastikoberflächen gekratzt werden. Dies soll bezwecken, dass der Schriftzug länger erhalten bleibt. Diese Form von Graffiti-Writing kommt der ursprünglichen Form von Graffiti – dem Kratzen – am nächsten.

Eine extrem gesundheitsgefährliche Art von Graffiti ist das Etching. Auch diese Form ist eine Weiterentwicklung aus der Writerszene um verstärkten Reinigungsbemühungen entgegenzuwirken. Hierbei wird meistens Glas mit Flusssäure angeätzt.

Ganggraffiti sind in den USA bereits seit den 1930er-Jahren bekannt. Die Stadt Los Angeles bildet hier eine Hochburg. Im Gegensatz zum Stylewriting dient beim Ganggraffiti das Anbringen von Tags ausschließlich als gezielte Markierung des Reviers (Turf) einer Gang. Die Schriftzüge fungieren hier als Warnung für andere Gangs, die auf diese Weise abgesteckten Grenzen nicht zu überschreiten. Das Übermalen von Schriftzügen verfeindeter Gangs oder das Sprühen in einem fremden Revier gilt als Provokation, und wird teilweise bewusst eingesetzt um einen Bandenkrieg auszulösen.

Beim Ganggraffiti wird im Gegensatz zum Style-Writing nur teilweise Wert auf eine gewisse Ästhetik gelegt. Die Buchstabengestaltung ist hier stark von Frakturschriften beeinflusst. Die Buchstaben werden nicht, wie oft beim Writing üblich, schreibschriftartig miteinander verbunden.

Pixação ist eine spezielle Form von Ganggraffiti, das seinen Ursprung in São Paulo Ende der 1970er-Jahre hat. Die Akteure (Pixadores) stammen meistens aus den Favelas der Stadt und haben daher außer ihrem Leben nicht mehr viel zu verlieren – daher bringen sie ihre Werke oft in teilweise extremer Höhe an. Charakteristisch für diese Art von Graffiti ist, dass fast ausschließlich einfarbige Tags mit Sprühdosen oder Malerrollen angefertigt werden. Die Grundformen der Buchstaben der Pixação sind überwiegend Frakturschriften, Runen und der Typografie der Logos von Heavy-Metal-Bands entlehnt und daher meist recht hoch und schmal. Die einzelnen Zeichen der oft mannshohen Schriftzüge, die auch figürliche Darstellungen enthalten können, haben meist eine einheitliche Höhe und sind klar voneinander abgegrenzt.

Auch Fußballfans, die meist der Ultrà-Bewegung entstammen, kennzeichnen Orte, die sie besuchen, mit Graffiti. Diese sind künstlerisch eher anspruchslos und dienen der reinen Markierung. Es gibt einige Parallelen zum Ganggraffiti, da auch Fußballfans verschiedener Mannschaften oft verfeindet sind und sich daher oft gegenseitig übermalen.

In den jeweiligen Heimatorten der Gruppen werden auch teilweise aufwändige Wandmalereien angefertigt. Heutzutage entnehmen die Ultras auch Elemente aus der Writing-Kultur und dem Streetart-Bereich.

Unter dem Begriff Streetart (engl. für Straßenkunst) werden nichtwritingbezogenes künstlerisches Graffiti, Stencils, die Stickerkunst, Plakatierung und auch Installationen im öffentlichen Raum zusammengefasst. Auch viele Akteure der Adbusting-Szene sind Streetartists. Bei der Streetart spielen bildliche Motive meist eine größere Rolle als die Schrift.

Unter einem Stencil oder Pochoir versteht man eine Schablone, die vorher angefertigt werden muss und durch die anschließend die Farbe gesprüht wird. Häufig werden entsprechend der ursprünglichen Verwendung Politiker, politische Symbole, ideologisch dargestellte Personen, oder gesellschaftskritische Motive gesprüht.

Weit verbreitet und schon seit langem praktiziert sind Graffiti auf Plakaten, insbesondere solchen, auf denen Personen abgebildet sind. Die häufigste Form der Plakatgraffiti besteht darin, die auf diesen Personen abgebildeten Personen mit Bärten oder Hörnern zu „verzieren“. Graffiti auf Plakaten sind insbesondere zu Wahlkampfzeiten häufig zu beobachten. Diese Form von Graffiti ist eher in der Kategorie Klograffiti anzusiedeln.

Eine spezielle Form von Plakatgraffiti ist das sogenannte Adbusting, dessen Akteure meist aus dem Streetart-Bereich stammen und das als Konsum- und Gesellschaftskritik verstanden werden soll.

Politische Graffiti sind meist eher künstlerisch anspruchslos und dienen lediglich der anonymen Darstellung diverser meist gegen die Obrigkeit gerichteter Ansichten. Themen sind u. a. Ideologie, Religion, Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung von Minderheiten wie etwa Homosexuellen. Außerdem sind sie Ausdruck der Wut gegen z. B. Polizei und politische Machtverhältnisse (insbesondere in autoritären und totalitären Systemen) oder stellen allgemein Parolen oder auch nur Symbole dar.

Um eine möglichst große Zahl an Rezipienten zu erreichen werden politische Graffiti vornehmlich an sehr stark frequentierten und gut sichtbaren Orten angebracht.

Beispielsweise in Nordirland oder dem Baskenland finden politische Ansichten aber auch teilweise in aufwändigen Murals Ausdruck.

Klograffiti ist eine Form von Graffiti, die seit der Antike praktiziert wird. Dabei steht der künstlerische Anspruch – im gestalterischen Sinne – weniger oder gar nicht im Vordergrund. Unter dem Begriff Klograffiti werden sämtliche Kritzeleien, wie Gedichte, Reime, Sprüche, Witze und Liebesbekundungen, Charikiaturen und einfache Zeichnungen oder auch das bloße Hinterlassen von Namen zusammengefasst die auf öffentlichen Toiletten zu finden sind. Zum Teil haben die Klosprüche philosophische, sexuelle oder humoristische Inhalte.

Auch außerhalb von öffentlichen Toiletten lassen sich latrinaliaähnliche Graffiti finden. So z. B. in Gefängnissen oder auch an Orten, die besonders häufig Ziele von Touristen oder Wallfahrern sind, wie Berggipfel, Aussichtstürme, oder z. B. unter dem Balkon von Romeo und Julia in Verona oder auch das Grab von Jim Morrison in Paris. Zu dieser Kategorie kann man auch Baumritzungen zählen, die von Wanderern und Liebespaaren, mit einem spitzen Gegenstand (z. B. Taschenmesser) in die Rinde geschnitten werden. Das Hinterlassen von Namen weist in diesem Zusammenhang zwar gewisse Parallelen zum modernen Taggen auf, wird aber von Nicht-Writern erheblich seltener und nur an bestimmten Orten, zudem meist ohne Verwendung eines Pseudonyms, praktiziert.

D-Styles

Juli 18th, 2009

D-Styles, eigentlich Dave Cuasito, (* 6. Juli 1972 auf den Philippinen) ist ein bekannter Hip-Hop-DJ.

Cuasito wuchs in Kalifornien auf. 1984 sammelte er seine ersten Scratch-Erfahrungen an der Stereoanlage seines Vaters. Von Run DMC, Buffalo Gals und Rockit inspiriert, legte er sich bald ein Mischpult und einen Plattenspieler zu. Mit 15 legte er an Schulparties auf. Sein Hobby hielt ihn davon ab, Mitglied einer Gang zu werden.

1987 begann D-Styles zusammen mit seiner Crew Sound City Productions an DJ-Battles teilzunehmen. Bei diesen Battles ging es darum, das Sound-System, die Licht-Show und die Musik anderer Gruppen zu übertreffen. D-Styles war damals der einzige, der an solchen Veranstaltungen gescratcht hat - allerdings mit dem Ergebnis, dass einige Leute den Raum verließen.

Nach der Auflösung des Teams, machte D-Styles allein weiter, mit der Teilnahme an einer DMC-Meisterschaft zum Ziel. Er legte an vielen Wettbewerben auf, gewann aber nie bei einer wichtigen Veranstaltung.

1993 traf Dave Cuasito auf DJ Rhettmatic der bekannten Crew Beat Junkies und durfte ihr beitreten - zusammen mit DJ Shortkut. Als er sich im selben Jahr auf einer Video-Aufnahme sah, hatte er den Eindruck, irgendwie wie eine Mischung der berühmten DJs zu klingen und keinen eigenen Stil zu haben. Also hörte er sofort auf, an Wettbewerben teilzunehmen und nahm sich Zeit, seine eigene musikalische Identität zu suchen. In dieser Zeit beschäftigte sich D-Styles vor allem mit eigenen Musik-Produktionen.

1996 wurde er von DJ QBert und Yogafrog angefragt, Mitglied der Formation Invisibl Skratch Piklz zu werden. D-Styles nahm an. Hier ging es nicht um Wettbewerbe, sondern um gemeinsame Auftritte. Die Skratch Piklz tourten weltweit durch Clubs und erlangten in der Hip-Hop-Szene hohes Ansehen. Im Jahr 2000 trennten sie sich. Aufgrund von unterschiedlichen Lebensräumen, so D-Styles.

2002 veröffentlichte er das Album Phantazmagorea, welches sich von der bisher vorherrschenden „Battle-Ästhetik“ der Scratch- oder DJ-Alben entfernte und die musikalische Seite der „Scratchmusik“ in den Vordergrund rückte.

D-Styles gründete mit den DJs Ricci Rucker, Mike Boogie und DJ Ace die Band Gunkhole. Sie behaupten, dass damit ein neues Zeitalter des Turntablism angebrochen sei.

Rock Steady Crew

Juli 18th, 2009

Die Rock Steady Crew ist eine Hip-Hop-Crew, die sich 1977 im New Yorker Stadtteil Bronx gegründet hat. Die Gründer waren die B-Boys Jimmy D und Jojo, die zu den ersten bekannten Breakdancern gehören. Um in die Crew aufgenommen zu werden, mussten die Anwärter ein anderes Crewmitglied in einem Dance-Battle besiegen.

Um 1979 kam die Breakdance-Szene in New York in eine Krise. Zu diesem Zeitpunkte wurden die B-Boys Crazy Legs and Lenny Len in die Crew aufgenommen, die als extrem begabte Breakdancer eine Auflösung der Crew verhinderten. Crazy Legs zog kurz darauf nach Manhattan um und wollte dort eine eigene Crew gründen, die als Chapter der Rock Steady Crew gelten sollte. Da er dafür Jimmy D’s Erlaubnis brauchte, diese aber nicht bekommen konnte, trat er einer rivalisierenden Gruppe, der Rockwell Association, bei und gründete mit deren Erlaubnis das Chapter in Manhattan.

Erst 1981 stimmte auch Jimmy D der Gründung der Rock Steady Crew in Manhattan zu. Crazy Legs änderte daraufhin den Namen seiner Crew in Rock Steady Crew und übernahm alle seine bisherigen Mitglieder, obwohl niemand aus seiner Gruppe je gegen ein Originalmitglied der Rock Steady Crew im Battle bestehen musste. Dieses Chapter wurde bald darauf zum eigentlichen Kern der Rock Steady Crew, welcher die Popularität des Breakdance in New York wieder erhöhte.

Im August 1981 wurde der Crew vom Fotografen Henry Chalfant das Angebot gemacht, im Programm des Lincoln Center outdoor program aufzutreten. Durch diesen Auftritt gelangte die Crew in den Interessensbereich der lokalen New Yorker Fernsehsender und diverser Zeitungen wie The New York Times, The Village Voice, The Daily News und der National Geographic. Die dort gebotene Show, ein Battle gegen die rivalisierende Crew The Dynamic Rockers, machte sie bekannt. Jimmy D war so begeistert von der Show, die er nur im Fernsehen zu sehen bekam, dass er Crazy Legs zum Präsidenten der gesamten Rock Steady Crew machte. Crazy Legs ernannte Frosty Freeze und Prince Ken Swift, beide aus dem Manhattan-Chapter, zu Co-Präsidenten.

Im Winter 1982 wurde die Rock Steady Crew zu einer Show im Nachtclub Ritz eingeladen, gemeinsam mit der Punkband Bow Wow Wow, Afrika Bambaataa und den Jazzy 5. Nach der Show fragten Crazy Legs und Frosty Freeze Afrika Bambaataa, ob er sie in die Zulu Kings aufnehmen würde, woraufhin die gesamte Crew mit allen Mitgliedern in die Zulu Nation integriert wurde. Kurz danach wurde die Crew in der gesamten New Yorker Clubszene populär. Die Crew selbst wuchs in der Zeit zu einer großen Hip-Hop-Familie an, in die auch Frauen, Kinder, Roller Skater, Graffiti-Künstler und DJs aufgenommen wurden. Zu diesem Zeitpunkt wurde Breakdance auch außerhalb von New York bekannter und beliebter.

1983 erhielt die Crew in Form von Kool Lady Blue eine Managerin, die sie für die Roxy Tour buchte, die von Europe One Radio ausgetragen wurde. Gemeinsam mit Afrika Bambaataa, Fab Five Freddie, die McDonalds Double Dutch girls, mehreren DJs und Graffiti-Künstlern ging die Crew damit auf die erste internationale Hip-Hop-Tour, die sie unter anderem auch in die europäischen Metropolen London und Paris führte. Im November des Jahres wurden sie von der englischen Königin gebeten, in der Royal Variety Performance aufzutreten. Außerdem spielten sie bereits 1982 in dem Hip-Hop-Film Wild Style mit (wie auch ´84 in Beat Street).

Dieser Auftritt führte zu dem Plattenvertrag der Crew mit Charisma Records. Sie veröffentlichten ihren Hit Hey You, The Rock Steady Crew, welcher in mehreren Ländern als Top10-Hit Gold einspielte. Finanziell sah die Crew jedoch nur sehr wenig von dem Erfolg. Eine zweite Single, Uprock, und ein Album folgten. Nach der Auflösung von Charisma Records ging der Vertrag an Virgin Records, die ihn jedoch erstmal zurückstellte. Innerhalb der Crew gab es Ärger und Streit um den Vertrag und es wurde beschlossen, sich erstmal anderen Projekten zuzuwenden.

Erst 1989 wurde die Crew reanimiert, nachdem Crazy Legs auf Druck des B-Boys Jerry „Fast Feet“ Fontanez und in Zusammenarbeit mit dem Rapper Q-Unique in die Clubszene zurückkehrte. 1991 trat Mr. Wiggles an Crazy Legs heran und schlug ihm ein Musical unter dem Titel So, What Happens Now? vor. Ken Swift und Buck 4 stiegen ein und halfen bei der Inszenierung einer Szene mit. 1992 trat die Crew beim Kennedy Center Honors auf und erhielten massiven Applaus, angeführt von Gregory Hines und in Anwesenheit von US-Präsident George H. W. Bush und Gregory Peck.

Crazy Legs ist auch heute noch Präsident der Crew, als Co-Präsidenten stehen ihm Fabel und Easy Roc zur Seite. Mittlerweile existieren Chapter in mehreren größeren Städten der USA (Las Vegas, Miami und Los Angeles), außerdem in Japan (Rock Steady Crew Japan), Großbritannien und Italien. Eines der aktuellen Ziele ist die Gründung einer Rock Steady Foundation für Kinder, um ihnen eine Tanzausbildung und andere Aktivitäten außerhalb der Schule zu ermöglichen. Jedes Jahr findet eine Gedenkfeier der Rock Steady Crew in den Bronx statt, bei der viele neue MCs, Breakdancer und andere Künstler vorgestellt werden und verstorbener Mitglieder gedacht wird. Der 26. Juli 2003 wurde außerdem vom New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg zum Rock Steady Crew Day ernannt.

Mix Master Mike

Juli 18th, 2009

Mix Master Mike (* 4. April 1970 in Daly City, Kalifornien; bürgerlich Michael Schwartz) ist ein DJ aus San Francisco, USA. Er trug als erster drei Weltmeister-Titel als DJ.

Geboren und aufgewachsen ist Mix Master Mike in San Francisco. In seiner familiären Umgebung gab es mehrere Schallplatten-Sammler, die ihm die unterschiedlichsten Stilrichtungen der Musik vorstellten und näher brachten. Das meiste davon war 70er Jahre-Funk.

1984, im Alter von 14 Jahren, kam er zum ersten mal mit Hip-Hop in Berührung. Mike besorgte sich zwei alte Kassettengeräte und Lautsprecher aus dem alten Lagerraum seines Onkels. Damit versuchte er, verschiedene Lieder synchron zueinander abzuspielen. Er benutzte die Pause-Taste, um das Tempo zu verlangsamen. Zu dieser Zeit sah er im Fernsehen den Auftritt eines gewissen Grandmaster DXT. Dieser spielte mit Plattenspielern und Mike sah zum ersten Mal jemanden scratchen. Ab dann wollte Mike unbedingt „Scratch DJ“ werden.

Mike trat an verschiedenen kleinen Partys auf und wurde an einer dieser Feiern einem gewissen Richard Quitevis vorgestellt. Richard war begeistert von Mikes „Scratching“ und besuchte ihn am nächsten Tag, um von ihm Techniken und Tricks zu lernen. Richard Quitevis wurde selber zum DJ und gab sich den Namen DJ QBert.

Zu dieser Zeit wurde Mike die Fürsorge seiner Mutter zu viel und er haute von zu Hause ab, um sich einer Gruppe von DJs in Sacramento anzuschließen. Dort erfuhr er, dass QBert viele Leute mit seinen DJ-Künsten beeindruckte - außerdem hörte er von einem DJ-Battle in der Schul-Cafeteria. Mike nahm teil. Das Duell zwischen Mix Master Mike und QBert gilt heute als ein legendärer Moment der Hip-Hop-Geschichte. Mike gewann, doch in der Revanche gewann QBert.

Mike und QBert befanden sich konstant in direkter Konkurrenz zueinander, wollten das aber nicht weiterführen und entschieden sich dafür, als Team weiter aufzutreten: als eine Art „DJ Scratch Band“. 1991 begann die Teilnahme an bedeutenden Wettbewerben. Mix Master Mike gewann 1992 als erster DJ von der Westküste den Supermen Battle for World Supremacy in New York City. Im selben Jahr nahmen Mix Master Mike, QBert und DJ Apollo an der DMC-Weltmeisterschaft teil und gewannen das Finale in London. 1993 verteidigten Mike und QBert den Titel erfolgreich zu zweit. DMC nannte den Auftritt später das großartigste Scratch-Set in der Geschichte der Menschheit.

1994 erhielten Mike und QBert einen Anruf von DMC und wurden darum gebeten, auf die Teilnahme an der Weltmeisterschaft zu verzichten um anderen DJs eine Chance zu geben. Stattdessen wurde ihnen angeboten, Jury-Mitglieder zu werden.

1998 nahm Mix Master Mike Kontakt mit den Beastie Boys auf, redete und scratchte ihnen auf den Anrufbeantworter und wurde für das Album Hello Nasty und die anschließende Tour engagiert.

DJ Disk

Juli 18th, 2009

Luis Quintanilla (* 7. Oktober 1970), besser bekannt als DJ Disk ist ein DJ aus San Francisco mit mittel- und südamerikanischen Wurzeln. Quintanilla begann in jungen Jahren, zu den spanischen Platten seiner Mutter zu scratchen und folgte 1992 seinem Freund (und ehemaligem Schüler) DJ QBert zu einem Chapter der Rock Steady Crew. Wenig später benannten sie sich in Invisibl Skratch Piklz um.

Im Laufe der Jahre gehörten die DJs D-Styles, Mix Master Mike, DJ Flare, A-Trak und Yogafrog der Gruppe an. Als Gründungsmitglied der Piklz war Disk ein einflussreicher DJ des Turntablism und erfand den 2 Click Orbit und den 2 Click Flare Lazer Orbit.

Zusätzlich zu seiner Hip Hop-Arbeit mit den Piklz und den Projekten El Stew, Cobra Strike, Ben Wa, Giant Robot 2 und Praxis arbeitete Disk auch in verschiedenen Konstellationen mit Bassist und Produzent Bill Laswell, Schlagzeuger Bryan Mantia, dem experimentellen Gitarristen Buckethead, Tabla-Spieler Zakir Hussain, den Sängern Mike Patton (Peeping Tom) und Serj Tankian sowie den Jazzmusikern Herbie Hancock und Jack DeJohnette.

Zeitweilig betätigte er sich als Lehrer der Turntablist Academy.

DJ QBert

Juli 18th, 2009

DJ QBert (bürgerlich Richard Quitevis) ist Mitbegründer und einer der wichtigsten DJs in der amerikanischen Turntablism-Szene. Neben DJ Disk und DJ Flare gilt er als Pionier des Turntablism; viele der heute weltweit geübten Scratches sind seine Erfindung. QBerts Name entstammt dem Arcadespiel Q*bert von 1982.

Der DJ aus San Francisco beschäftigt sich seit Beginn der 1980er Jahre mit dem Auflegen von Platten. Zusammen mit Mixmaster Mike und DJ Apollo bildete er die Crew FM20. Auf Einladung von Crazy Legs, der sie in New York auflegen sehen hatte, wurden sie Mitglieder der Rock Steady Crew. Als Rocksteady DJs gewannen sie 1992 die DMC-Meisterschaften und siegten auch bei den darauffolgenden.

DJ QBert gründete auch die legendäre Turntablism-Crew The Invisibl Skratch Piklz, weitere Mitglieder sind Yogafrog, D-Styles und DJ Flare.

1998 veröffentlichte QBert das erste reine Scratchalbum unter dem Titel Wavetwisters. Zu diesem Album entstand 2001 ein kompletter, gleichnamiger Zeichentrickfilm; Bilder und Animationen wurden hier nachträglich passend zum Ton entworfen.

QBerts Plattenlabel Dirtstyle Records ist eines der bedeutendsten im Sektor der reinen Scratchplatten, also Schallplatten, die nicht zum normalen Abhören gedacht sind, sondern ausschließlich Beatloops und kurze Geräusch- und Stimmen-Samples enthalten.

Kool DJ Herc

Juli 18th, 2009

Kool DJ Herc (* 16. April 1955; auch DJ Kool Herc, eigentlich Clive Campbell) ist ein US-amerikanisch-jamaikanischer Musiker und Musikproduzent. Er gilt als einer der Pioniere des Hip Hop in den 1970er Jahren.

Herc stammt aus Kingston, Jamaika und zog 1967 mit 13 Jahren nach New York. Dorthin mit nahm er den Reggae, der in seiner Heimat bereits in den 1960er die Straßen unterhielt. Seine DJ-Karriere begann 1973 als Party-DJ auf dem Geburtstag seiner Schwester und weiteren Privatpartys. Zum Ende des gleichen Jahres hatte er seinen ersten professionellen Auftritt als Kool DJ Herc im Club „Twilight Zone“.

Die Vorbilder von Kool Herc waren Disco-DJs aus den Bronx wie Grandmaster Flowers, Pete Jones, Amazing Birth und John Brown. Er bekam allerdings auch in seiner Heimat die Entwicklung des Dub mit, da Reggae in New York aber unpopulär war, begann er früh über die Instrumentalstellen damals populärer Stücke zu sprechen, wodurch der Rap geboren wurde. Er widmete sich außerdem den gerade aufkommenden Funkstücken in New York, die er in seine Kreationen integrierte. Da die Sprechstellen relativ kurz waren, begann er sie zu verlängern, indem er zwei identische Platten auf zwei Plattenspielern benutzte und die Instrumental-Intervalle verlängerte. Indem er Songs nicht mehr als Ganzes spielte, sondern nur deren tanzbarsten Teile wiederholte schaffte er den Prototyp dessen, was heute als Hip Hop-Musik bekannt ist.

Seine ersten Breakbeats – damit die ersten überhaupt bekannten – stammten aus den Stücken It´s just begun von Jimmy Castor Bunch sowie Apache von der Incredible Bongo Band. Ob die Erfindung des Wortes „Hip Hop“ allerdings von ihm stammt ist umstritten, sie wird häufig ebenfalls DJ Hollywood und Lovebug Starski zugeschrieben. Apache wurde zu seiner Erkennungsmelodie, gefolgt von Rap-ähnlichen Ansagen und Ankündigungen.

Seinen Künstlernamen leitet er 1973 von seinem Spitznamen „Hercules“ ab, eine Anspielung auf seine große und kräftige Statur. Als Graffiti-Sprayer kürzte er den Namen auf ‘Herc’ zusammen und ergänzte später das Wort ‘Kool’. Berühmt war er vor allem für seine Block Partys, deren Gesicht in der Bronx er prägte. Sein Soundsystem war nach Aussage der damaligen Hörer das mit Abstand eindrucksvollste und beste im Viertel. Der niedrige Eintrittspreis von 25 Cent, das Soundsystem und sein damals einzigartiger DJ-Style führten dazu, dass seine Partys eine der wenigen Gelegenheiten waren, zu denen Bewohner der ganzen, damals von inneren Konflikten und Gang-Streitigkeiten zerrissenen Bronx kamen.

Auf seinen Block Partys arbeitete er recht bald mit dem MC Coke La Rock und dem Rapper Clak Kent sowie den kurz darauf hinzukommenden Mitgliedern Pebelee-Poo, Sweet N’ Sour, Timmy Tim, Tony D, Imperial Jay Cee, Clark Kent sowie Smiley, die als erste Frau als MC auftritt. Diese Crew benannte sich nach Herc als The Herculoids.

1975 startete er als DJ im legendären Club Hevalo. Er legte weiterhin eine Mischung aus der Musik seines Herkunftslandes, Soul, Funk und Discomusik auf. Zusammen mit Afrika Bambaataa und Grandmaster Flash, für die er ein Vorbild war, gehörte Herc außerdem zu den ersten wichtigen Block-Party-DJs der Hip Hop-Keimzelle Bronx. Vor allem die Lautstärke seines Soundsystems wurde legendär und konnte auch von Grandmaster Flash und Bambaata nicht übertönt werden.

Mitte der 70er entsteht auf seinen Partys ein Tanzstil, der als Breakdance ebenfalls bis heute ein essentieller Bestandteil der Hip Hop-Kultur ist, er selbst bezeichnete sich gern als den ältesten B-Boy New Yorks. In der Diskothek The Puzzle legte Herc ebenfalls auf und installierte sich dort ein eigenes Soundsystem. Dieses bestand aus zwei Garrard-Plattenspielern, einem Vorverstärker und für damalige Verhältnisse riesigen Bassboxen. Afrika Bambaata beschrieb die Musik von Herc wie folgt:

„He just kept that beat going. He took the music of like Mandrill, like „Fencewalk“, certain disco records that had funky percussion breaks like The Incredible Bongo Rockers when they came out with ‘Apache’ and he just kept this beat going. It might be that certain part of the record that everybody waits for - they just let their inner self go and get wild. The next thing you know, the singer comes back in and you’d be mad.“ (aus Poschardt: DJ Culture)

1978 zog sich Kool DJ Herc aufgrund einer Handverletzung, die er sich im Club „Executive Playhouse“ zuzog, aus dem Musikgeschäft zurück. Sein Rückzug war sehr plötzlich und überraschend. 1984 hatte er seinen letzten öffentlichen Auftritt, in den folgenden Jahren machte er Schlagzeilen aufgrund von Drogenproblemen, und er hielt sich als Lastwagenfahrer und Werftarbeiter über Wasser. Erst Anfang der 1990er Jahre trat er wieder an die Öffentlichkeit, unter anderem bei einem Interview der Zeitschrift The Source im November 1993, wo er gemeinsam mit Grandmaster Flash und Afrika Bambaata die Frage nach dem tatsächlichen Erfinder des Hip Hop und des ersten Rap-DJ klären sollte. 1994 tauchte er gemeinsam mit dem Public-Enemy-DJ Terminator X auf dessen Terminator X And The Godfathers Of Threatt/Super Bad und 1997 auf dem Album Dig Your Own Hole der Chemical Brothers auf.

DJ Tomekk

Juli 18th, 2009

DJ Tomekk (* 11. Oktober 1975 in Krakau, bürgerlich Tomasz Kuklicz) ist ein polnischer Hip Hop-DJ und Musikproduzent.

Im Alter von zehn Jahren begegnete Kuklicz zum ersten Mal einem DJ und ließ sich vom “Deejaying” begeistern. Im selben Jahr emigrierte sein Vater nach Deutschland und er folgte ihm nach Berlin, wo er in Wedding lebte. Als sein Vater fünf Jahre später starb, war der damals 15-Jährige auf sich allein gestellt. Intensiv übte er das DJ-Handwerk und erhielt noch als Teenager eine eigene Radiosendung auf Kiss FM (sie trug den Namen “Boogie Down Berlin”).

1993 traf DJ Tomekk auf die Hip-Hop-Legende Kurtis Blow. DJ Tomekk gab vor, ein Interview führen zu wollen, plante aber, den Star von seinen DJ-Künsten zu überzeugen. Zufälligerweise brauchte Kurtis Blow kurzfristig Ersatz für seinen ausgefallenen DJ und fragte bei DJ Tomekk an. Nach dem Auftritt wollte Blow, dass er ihn auf seiner US-Tour begleitet. 1994 wurde DJ Tomekk als erster Nicht-Amerikaner für den “1st Annual Rap Music Award” nominiert. Während er in Deutschland noch kaum bekannt war, trat er in den USA bereits zusammen mit Run DMC, dem Wu-Tang Clan, LL Cool J und KRS One auf.

Zurück in Deutschland legte DJ Tomekk in diversen Diskotheken auf und veröffentlichte 1998 seine erste Produktion - einen Remix für eine Gruppe namens Foesum aus Los Angeles. Nachfolgend entstand 1999 unter dem Plattenlabel „F-Records“ die Produktion 1, 2, 3 Rhymes Galore - eine internationale Kooperation, an der Künstler wie Grandmaster Flash, Flavor Flav (Public Enemy), Afrob, Jazzy Jeff & MC Rene teilnahmen. Dieser Song konnte sich mehrere Wochen in den deutschen Top10-Charts (Höchste Platzierung: 6) halten. Die zweite Single Ich lebe für Hip Hop in Zusammenarbeit mit GZA, Prodigal Sunn, Curse und den Stieber Twins erreichte in den Media-Control-Charts Platz 11. Im Jahr 2000 bekam DJ Tomekk den Comet als bester nationaler Newcomer.

Schon bald folgte eine weitere erfolgreiche Produktion, Return Of Hip-Hop, bei der KRS-One, Torch und MC Rene mitwirkten. Kurze Zeit später veröffentlichte DJ Tomekk sein erstes Album, welches ebenfalls den Namen „Return Of Hip-Hop“ trug.

Ende 2002 gelang ihm ein weiterer Top 10-Hit in Deutschland mit dem Song Kimnotyze. 2003 ging DJ Tomekk mit seiner Boogie Down Berlin Crew (DJ Noppe, Said, Saeed, Trooper Da Don) auf Tournee, in der er etwa 150 Auftritte absolvierte.

In den folgenden Jahren arbeitete DJ Tomekk zusammen mit Künstlern wie MC Lyte, Xzibit, Sido, Fler, Noreaga, B-Tight, Montell Jordan, Truth Hurts, Horace Brown, Black Ivory und Harry an seinem neuen Album Numma Eyns, welches er schließlich im Jahr 2005 veröffentlichte. Die Single Jump Jump (feat. Fler) platzierte sich auf Platz 3 der Deutschen Charts.

Ende des Jahres 2006 veröffentlichte DJ Tomekk das Mixtape The Next Generation. Dieses Mixtape produzierte er zusammen mit Bushido und zahlreichen Newcomern, um diese zu unterstützen.

Im Januar 2008 nahm er als Kandidat an der dritten Staffel der RTL Show Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! teil, die er jedoch vorzeitig verlassen musste, weil er in einem Privatvideo mit Hitlergruß zu sehen war, das aus seiner Sicht lediglich ein „dummer Witz“ war.

Run DMC

Juli 18th, 2009

Run-D.M.C. (oder Run DMC) war eine US-amerikanische Hip-Hop-Band.

Run-D.M.C. wurde von Jason Mizell (Jam Master Jay), Joseph Simmons (Run) und Darryl McDaniels (D.M.C.) 1982 im New Yorker Stadtteil Queens gegründet. Durch Russell Simmons (der ältere Bruder von Joseph Simmons und Mitbegründer des US-amerikanischen Plattenlabels Def Jam) gelangten sie ein Jahr später zu ihrem ersten Plattenvertrag. 1983 kam ihre erste Single mit dem Titel It’s Like That/Sucker MC’s heraus.

Run-D.M.C. gehören neben Grandmaster Flash, Boogie Down Productions und Public Enemy zu den Urvätern und Wegbereitern des Hip Hop. 1984 erhielten sie als erste Hiphop-Gruppe eine Goldene Schallplatte für ihr Album Run-D.M.C. Für die zwei darauffolgenden Jahre erhielten sie außerdem noch Platin für ihr zweites Album King of Rock (1985) und Doppelplatin für ihr Album Raising Hell (1986). Ihr Video zum Stück Rockbox wurde als erstes Rapvideo auf MTV ausgestrahlt. Zudem waren sie die erste Rap-Gruppe, die es auf den Titel der US-amerikanischen Musikzeitschrift Rolling Stone schaffte.
Run DMC machten die adidas-Produkte zu ihrem Markenzeichen

Für den Titel Walk This Way aus dem Album Raising Hell bekamen sie als erste Hiphopper eine Grammynominierung. Walk This Way war eines der ersten Crossover-Lieder – Run-D.M.C. nahm es zusammen mit Aerosmith auf, die bereits 1976 mit ihrer nahezu identischen Urversion aus der Feder von Tyler/Perry einen Charterfolg hatten. In den Filmen Krush Groove (1985) und Tougher Than Leather (1988), der in Deutschland unter dem Titel Mad Dogs erschien, betätigten sich Run-D.M.C. als eine der ersten Rap-Gruppen als Schauspieler. 1993 wurde erneut ein Lied von Run-D.M.C. zusammen mit einer Rockband veröffentlicht. Diesmal spielten sie mit der Funk-Metal-Band Living Colour zusammen für den Soundtrack von Judgment Night, dessen Konzept ihre Idee vom Rocksong mit Rap-Einlagen wieder aufgriff.

Am 30. Oktober 2002 wurde Jam Master Jay in einem Musikstudio in Queens von einem Unbekannten erschossen. Dies war auch das Ende von Run-D.M.C.

Reverend Run nahm das Solo-Album Distortion auf. Die erste Single aus diesem Album, Mind on the Road, ist auch auf dem Computerspiel Madden NFL 2006 von EA Sports zu hören. Das Album ist im November 2005 erschienen. Um dieses Album zu veröffentlichen, gründete der Bruder von Run, Russell Simmons, extra das Label Russell Simmons Music Group. Das Label läuft als Sub-Label von Def Jam, dessen Eigentümer und Geschäftsführer Russell war, bevor er 1999 seine restlichen Anteile an Def Jam an die Universal Music Group für 100 Millionen US-Dollar verkaufte und sich seitdem auf andere Dinge, wie z.B. seine Arbeit im Hip Hop Summit Action Network (seit 2001), konzentriert.

DMC Solo-Album mit dem Titel Checks, Thugs, And Rock ‘N’ Roll erschien am 14. März 2006.

Er hat unter anderem auch mit 50 Cent (als dieser noch nicht einer großen Öffentlichkeit bekannt war) zusammen im Studio an seinen eigenen Songs gearbeitet.

Es wird vermutet, dass Jam Master Jay von jemandem ermordet wurde, der eine Warnung an 50 Cent schicken wollte, denn kurze Zeit zuvor wurde 50 Cent 9 mal angeschossen. Der Ort des Geschehens war nur 3 Minuten vom Studio entfernt.

Grandmaster Flash

Juli 18th, 2009

Grandmaster Flash (eigentlich Joseph Saddler; * 1. Januar 1958 auf Barbados) ist einer der Pioniere des Hip Hop neben Kool DJ Herc und Grandwizard Theodore.

Ab 1976 entwickelte er unter dem Künstlernamen DJ Grandmaster Flash die meisten Techniken, die bis heute das DJ-ing im Hip Hop prägen: das Cutting (das zum Beat parallele Einspielen von Tracks), das Backspinning (die Platte wird zur Wiederholung eines bestimmten Abschnitts schnell rückwärts gedreht) und das Phasing (bei dem durch die Verringerung der Geschwindigkeit eines der beiden Plattenteller ein Phaseneffekt erzeugt wird). Weitere, teils auch rein akrobatische Techniken gehen ebenfalls auf ihn zurück. Gemeinsam mit Kool DJ Herc und dem von ihm entdeckten Grandwizard Theodore hat er so das Instrumentarium des DJ-ing erschaffen und perfektioniert.

Die ersten Erfolge hatte Grandmaster Flash mit der Band Grandmaster Flash & the Furious Five, die sich 1977 bildete. Seine Single The Adventures of Grandmaster Flash on the Wheels of Steel (1981), die er live einspielte, gilt in ihrer innovativen Mischung verschiedener Songs wie Good Times (Chic), Another One Bites The Dust (Queen) und Rapture (Blondie) als wegweisend. Nach mehreren Jahren mit seinem Ensemble in wechselnder Zusammensetzung ging man Ende der 80er Jahre getrennte Wege. Kurzlebige Reunions blieben ohne große Resonanz.

Auch in Deutschland arbeitete er schon Mitte der 90er Jahre mit verschiedenen Künstlern zusammen. So lieferte Grandmaster Flash zusammen mit Grand Wizard Theodore und Disco Bee Beiträge zu dem 1994 erschienenen Sampler Schützt die Rille (Köln Massive). Er und viele andere Musiker wie Das Duale System, Die Coolen Säue (DCS), Plattenpapzt oder Konstruktive Kritik setzten sich für die damals populäre Save The Vinyl-Bewegung ein, welche das schon fast besiegelte Ende der Schallplatte verhindern wollte und, wie man heute auch weiß, dies zumindest verzögert hat.

Der bei weitem bekannteste Song von Grandmaster Flash ist The Message. 1999 erregte seine Zusammenarbeit mit dem deutschen DJ Tomekk 1…2…Rhymes Galore Aufsehen und landete in den Charts. 2002 kehrte Flash zum DJ-ing auf Platte zurück und veröffentlichte mit den Official Adventures eine Live-Retro und mit Essential Mix eine „klassische“ Old-School-DJ-CD. Im 2009 erschienenen Album The Bridge setzte er mit Hip-Hop Größen wie Q-Tip, KRS-One und Snoop Dogg neue Akzente.

Grandmaster Flash und Run-DMC sind die bisher einzigen Hip-Hop-Musiker, die in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurden.